Ist zwar schon etwas her, aber auf der diesjährigen GCDC bin ich über ein kleines, aber feines Studentenprojekt der Gotland University aus Schweden mit dem Namen Vertigo gestolpert.

Es handelt sich dabei um ein multiplayer-lastiges 2D-Wettrennspiel (ich schreibe jetzt automatisch “wettrenn”, damit niemand an irgendwelche fahrenden Untersätze oder dergleichen denkt), in dem man gegeneinander durch eine Stadt läuft. Dabei kann man an Häuserfassaden raufklettern, über Speed Booster laufen, um temporär die Geschwindigkeit zu erhöhen und weiter zu springen sowie gelegentlich unterschiedliche Wege wählen, um zum Ziel zu kommen.

Ich mag ja Spiele, in denen man wie wild durch die Gegend wetzen kann. Dementsprechend hatte ich auch meinen Spaß mit Vertigo; insbesondere, weil die Steuerung nach ein bis zwei Eingewöhnungsrunden sehr locker von der Hand geht und so zum entspannten Flitzen einlädt. Leider gibt es nur zwei unterschiedliche Rennstrecken, so dass sich auch die optische Abwechslung eher in Grenzen hält.

Das ‘Erklettern’ der Gebäude verläuft dabei ähnlich den Megaman-Spielen – wer sich geschickt anstellt, springt schnell von einer Seite zur anderen und kann so mitunter sehr schnell werden. Grobmotoriker, wie ich es einer bin, fallen im Zweifelsfall mittendrin runter und müssen dann erneut ran. Allerdings ist die Steuerung dabei so angelegt, dass selbst ich den ein oder anderen Glückstreffer landen und im richtigen Rhythmus aufwärts springen konnte.

Das ganze ist im Comicstil gehalten und erinnert damit – natürlich auch aufgrund des Spielprinzips und des Großstadt-Settings – ein ganz klein wenig an Mirror’s Edge 2D. Ästhetische Angelegenheiten sind zwar immer Ansichtssache, in sich stimmig ist Vertigo aber auf jeden Fall.

Zwar gibt es auch einen Time Trial Modus, richtig Spaß macht das ganze aber erst mit mehreren Spielern.

Schade finde ich, dass es anscheinend keine Möglichkeit gibt, irgendwie an das Spiel ranzukommen. Zwar ist es für X-Box 360, aber irgendwie hätte man ein gedownloadetes Spiel sicherlich zum Laufen bringen können… oder eben einfach per Marketplace (oder wie heißt das Ding noch mal?) verfügbar machen. Wenn das Spiel mit ein paar mehr Leveln im Laden stünde, würd ich’s mir vermutlich sogar kaufen – und das, obwohl es eigentlich nur für Multiplayer-Sessions taugt.

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