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	<title>Synthetic Arcadia &#187; Survival Horror</title>
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	<description>Hypokritischer Pseudo-Spieleblog mit nichtssagenden Artikeln, deren miserable Qualität die Schmerzgrenze bei weitem unterschreitet</description>
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		<title>Galerians</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 03:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Konsole]]></category>
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		<category><![CDATA[Singleplayer]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&#252;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&#228;hlte (im Nachhinein etwas &#252;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&#252;r mich aus heutiger Sicht im &#220;brigen recht &#252;berraschend ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&uuml;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&auml;hlte (im Nachhinein etwas &uuml;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&uuml;r mich aus heutiger Sicht im &Uuml;brigen recht &uuml;berraschend ist – das Spiel ist eigentlich nicht besonders schwierig.</p>
<p>Nachdem ich es also einige Jahre nicht angefasst hatte, &uuml;berkam mich neulich spontan der Drang, es doch noch mal an die PlayStation zu verf&uuml;ttern. Obwohl das Spiel mittlerweile ja nun wirklich nicht mehr besonders neu ist, war ich sofort wieder &#8216;drin&#8217;. Und diesmal kam ich sogar ganz ohne Probleme durch&#8230;</p>
<p>In <a href="http://www.onlinegamesdatenbank.de/index.php?section=title&#038;titleid=2128">Galerians</a> schl&uuml;pft man in die Rolle des Jungen Rion Steiner, der – wie k&ouml;nnte es anders sein – ohne jegliche Erinnerung in einer Forschungseinrichtung aufwacht (war das Amnesie-Setting zur Erkl&auml;rung jeglichen Unwissens auf Seiten des Spielers eigentlich damals schon so abgenudelt?) und zu allem &Uuml;berfluss auch noch Stimmen h&ouml;rt. Immerhin ist es die Stimme eines jungen M&auml;dchens und nicht gruseliger alter Greise&#8230; oder so. Aber nicht nur das, anscheinend wurde an Rion auch noch herum experimentiert und ihm diverse Drogen verabreicht.</p>
<p>Diese sch&auml;digen aber gl&uuml;cklicherweise nicht nur sein Gehirn, sondern verleihen ihm als netter Nebeneffekt auch noch unterschiedliche psychische Kr&auml;fte. W&auml;hrend Pillen und Kapseln sich haupts&auml;chlich auf den Gesundheitszustand des Protagonisten auswirken, k&ouml;nnen durch Injektionen verschiedene Angriffskr&auml;fte genutzt werden, denn – ihr ahnt es sicher schon – man verf&uuml;gt im Spiel &uuml;ber keinerlei Waffen.</p>
<p>Die Steuerung wird dabei &auml;hnlich gehandhabt wie beispielsweise in <b>Silent Hill</b> – sprich: <s>furchtbar</s> man dreht sich mit dem Steuerkreuz und rennt dann, indem man eine Schultertaste dr&uuml;ckt (in Japan scheint es in diesem Genre irgendwie Usus zu sein, dass die Steuerung einen Hauptgruselaspekt ausmacht). Bei anderen Spielen h&auml;lt mich sowas in der Regel gleich v&ouml;llig vom Konsum ab, in diesem Fall habe ich mich allerdings damit arrangiert. Zwar ist es auch nach einer Eingew&ouml;hnungsphase nicht eben praktisch, gl&uuml;cklicherweise sind die K&auml;mpfe aber meistens nicht besonders schwer und das ganze ist generell eher etwas r&auml;tsellastiger.</p>
<p>&Uuml;berhaupt lebt das Spiel mehr von der Story als von der Spielmechanik. Zwar ist <b>Galerians</b> auch nicht besonders lang, so dass eventuelle Gameplay-M&auml;ngel ohnehin weniger auffallen, aber ich k&ouml;nnte mir schon vorstellen, dass die Kombination aus Umherlaufen und nach Gegenst&auml;nden/Hinweisen suchen und Gegner pl&auml;tten auf Dauer repetitiv wirkt. Andererseits haben mir auch &uuml;ber 100 Stunden <b>Final Fantasy</b> nichts ausgemacht – und Rollenspiele hatten noch nie ein besonders faszinierendes/spannendes Spielkonzept&#8230;</p>
<p>Neben dem irgendwie durchaus sympathischen Hauptcharakter besticht das Spiel meines Erachtens vor allem durch seine Atmosph&auml;re. Diese ist zwar nicht so umwerfend und einzigartig wie die der Titel von Team ICO, aber trotzdem immer noch sehr einnehmend (wenngleich eben mehr in einem &#8216;gew&ouml;hnlichen&#8217; Rahmen anstatt der Sph&auml;ren, in denen sich genannte Entwickler bewegen). Obwohl <b>Galerians</b> wohl im Allgemeinen dem Genre des Survival Horror zugeordnet werden d&uuml;rfte, handelt es sich nicht um einen “Gruselschocker” in dem Sinne. Der Horror wird hier eher durch die allgemein beunruhigende Stimmung hervorgerufen als durch adrenalintreibende Schreckmomente; auch wenn diese durchaus vorhanden sind.</p>
<p>Was ich bis jetzt allerdings immer noch nicht ganz verstanden habe, ist lediglich, wozu die Level-Angabe dienen soll&#8230; kann man etwa aufleveln? Und wenn ja, warum passiert das im ganzen Spiel kein einziges Mal bzw. was genau muss man daf&uuml;r &uuml;berhaupt tun und was passiert dann?</p>
<p>Trotz seiner drei CDs ist das Spiel &uuml;brigens ziemlich kurz – wenn ich mich recht entsinne, habe ich f&uuml;r den ersten Durchgang nicht mal zehn Stunden gebraucht. Dies liegt wohl haupts&auml;chlich daran, dass – wie bei den meisten Spielen – nicht der Spielanteil, sondern die vielen Render-Videos den L&ouml;wenanteil der Daten ausmachen. Davon gibt es in Anbetracht der Gesamtl&auml;nge (bzw. -k&uuml;rze) n&auml;mlich &uuml;berraschend viele. Wer also ein notorischer Cutscene-Allergiker ist, wird in Puncto Plot vermutlich nicht auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Praktischerweise werden die angesehenen Filme automatisch gespeichert, so dass man sie sich im Nachhinein beliebig oft ansehen kann. Da einige Szenen nur optional sind und im Verlauf des Spiels nicht zwangsl&auml;ufig gezeigt werden, kann man hier auch sehen, ob einem irgendwas entgangen ist (was bei mir nat&uuml;rlich auch prompt der Fall war). Nur das st&auml;ndige CD-Wechseln st&ouml;rt ein wenig, aber ohne DVDs l&auml;sst sich das wohl kaum vermeiden.</p>
<p>Die Grafik war wohl bereits zum Erscheinungsdatum nicht mehr ganz auf dem neusten Stand, insbesondere auch die der FMVs – das Spiel kam zwar erst 2000 raus, die Videos entsprechen qualitativ aber, wenn &uuml;berhaupt, eher dem Niveau von <b>Final Fantasy VII</b> (1997).</p>
<p>Musikalisch wird das ganze meistens mit eher wenig melodischen Industrial-Kl&auml;ngen untermalt, teilweise gibt es aber auch richtige Instrumentalst&uuml;cke. Auffallend war f&uuml;r mich hierbei, dass diese sich oft von Raum zu Raum unterscheiden.</p>
<p>(Apropos &#8220;Raum zu Raum&#8221;&#8230; erw&auml;hnte ich bereits, dass es bei jedem Raumwechsel einen Ladebildschirm gibt? Und es gibt viiiiiieeele R&auml;ume&#8230;)</p>
<p>Erw&auml;hnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Spiel komplett deutsch synchronisiert wurde – damals noch eine Seltenheit, insbesondere bei Nischentiteln wie diesem (bei letzteren ist es das heutzutage allerdings immer noch). Diese ist dabei meines Erachtens gar nicht mal komplett danebengegangen (hierzulande ja eher eine Seltenheit). Der Sprecher von Rion macht seinen Job zwar nicht immer perfekt, aber immerhin ist seine Stimme passend. Manche Charaktere sind leider etwas fehlbesetzt, trotzdem macht die deutsche Synchronisation auf mich insgesamt auch keinen schlechteren Eindruck als beispielsweise die englische (hier wurde daf&uuml;r Lilia besser besetzt). Auch die Effekte (z.B. ver&auml;nderter Klang bei Laut&shy;sprec&shy;her&shy;durch&shy;sagen etc.) lassen etwas zu w&uuml;nschen &uuml;brig, da gr&ouml;&szlig;tenteils nicht vorhanden. Schade ebenfalls, dass es anscheinend mal wieder nicht m&ouml;glich war, den Namen des Hauptcharakters richtig auszusprechen.</p>
<p>Schwerer wiegt hingegen die – &uuml;brigens in allen europ&auml;ischen Versionen &#8216;enthaltene&#8217; – <a href="http://schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4445">Zensur</a>. Neben dem letzten Teil des Intros, der komplett entfernt wurde, fehlen auch die explodierenden K&ouml;pfe bei den Sterbeanimationen der Gegner nach einer Short-Attacke. Das finde ich sehr schade, insbesondere weil die Opening-Sequenz so einen v&ouml;llig anderen Eindruck hinterl&auml;sst.</p>
<p>Daf&uuml;r wurden wohl in der englischsprachigen Version (also auch in den nicht-zensierten NTSC-Versionen) die Texte etwas &#8216;freier&#8217; &uuml;bersetzt. Da ich diese jedoch nicht vollst&auml;ndig kenne, kann ich nur bedingt beurteilen, ob dadurch irgendwelche sinnentstellenden Passagen entstehen oder wie weit sie sich tats&auml;chlich vom japanischen Original entfernt.</p>
<p>Insgesamt hat mir <b>Galerians</b> auf jeden Fall Spa&szlig; gemacht, ansonsten h&auml;tte ich es – trotz der <s>L&auml;nge</s> K&uuml;rze – vermutlich sowieso nicht durchgespielt. Es mag zwar kein absoluter Blockbuster sein und hat definitiv einige Ecken und Kanten, dennoch konnten mich seine Geschichte und Charaktere sowie die schaurig-sch&ouml;ne, abschreckende Atmosph&auml;re bis zum Schluss fesseln.</p>
<p>Damit w&auml;re dann wohl bewiesen, dass, zumindest f&uuml;r mich, Grafik (oder generell aktuelle Technik) nur einen sehr unerheblichen Teil am Spielspa&szlig; ausmacht – und zwar nicht nur bei Top-Titeln und Klassikern, sondern auch bei nicht ganz so runden Kleinoden wie <b>Galerians</b>.</p>
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