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	<title>Synthetic Arcadia &#187; Musikspiel</title>
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	<description>Hypokritischer Pseudo-Spieleblog mit nichtssagenden Artikeln, deren miserable Qualität die Schmerzgrenze bei weitem unterschreitet</description>
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		<title>Rock Band</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 22:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>otacon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsole]]></category>
		<category><![CDATA[Multiplayer]]></category>
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		<category><![CDATA[Wii]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann von Electronic Arts halten, was man will – doch dass man beim gr&ouml;&szlig;ten Publisher nach Activision Blizzard wei&szlig;, was die Massen begeistert, scheint wohl eine unbestreitbare Tatsache zu sein. Neben j&auml;hrlichen Updates in der Sparte der Sportspiele und den vielen Film-Umsetzungen hat man nun anscheinend auch das Genre der Musikspiele f&uuml;r sich entdeckt. Dazu holte man sich das urspr&uuml;ngliche Entwicklerstudio der derzeit wohl popul&auml;rsten Reihe in diesem Bereich an Bord: Harmonix Music Systems, seines Zeichens verantwortlich f&uuml;r die Anf&auml;nge von Guitar Hero, einer Serie, die seit dem dritten Teil von Neversoft weitergef&uuml;hrt und inzwischen von Activision gepublisht wird.</p>
<p>Dabei herausgekommen ist Rock Band, in Europa das allerdings zun&auml;chst aufgrund eines Exklusiv-Vertrags nur f&uuml;r die Xbox360. Dass solche Exklusiv-Vertr&auml;ge manchmal mit der Zeit ihre G&uuml;ltigkeit verlieren, wissen &uuml;berzeugte Nintendo-Fans noch schmerzlich von den Capcom Five und so kam es denn auch, dass Rock Band im September mit der zeitlichen Verz&ouml;gerung einiger Monate ebenfalls f&uuml;r die Wii sowie PS3 und PS2 auf den Markt kam.</p>
<p>Muss ich im Vorfeld noch viele Worte &uuml;ber das Spielkonzept verlieren? Ich hoffe nicht. Musik zu erkl&auml;ren, oder im Allgemeinen auch selber zu fabrizieren, bin ich n&auml;mlich eigentlich gar nicht imstande. Euch sollte klar sein, dass ihr gerade den Artikel eines Verfassers lest, der in seiner Kindheit im Musik-Unterricht mit der Kuhglocke in der Hand endete, wenn die Lehrerin die Parole ausgab: „Jeder nach seinem K&ouml;nnen“.</p>
<p>[„Warum schreibst du dann &uuml;ber ein Musikspiel?“  ….  „Ruhe auf den billigen Pl&auml;tzen, verdammt!“]</p>
<p>So. Auf dem Bildschirm fliegen euch Symbole entgegen, die Noten repr&auml;sentieren sollen. Im richtigen Moment gespielt, erzeugt ihr nicht nur T&ouml;ne, sondern gleich ganze Tonspuren im Spiel. Jedenfalls in den niederen Schwierigkeitsgraden (die h&ouml;heren sind f&uuml;r mich noch unbekanntes Terrain) und in dem Fall, dass ihr &uuml;berhaupt ein richtiges Instrument spielt. Neben der Gitarre (bzw. dem Bass) und dem Schlagzeug gibt es ja auch noch das Mikro.</p>
<p>Das Manko bei so viel Zubeh&ouml;r ist nat&uuml;rlich die Sperrigkeit der Ger&auml;te (vor allem des Schlagzeugs), aber auch der Preis ebendieser. Das Spiel kostet 50 Euro – und ist ohne Hardware schon mal gar nicht spielbar. Die gibt es derzeit im Dreierpack f&uuml;r 140 Euro – wer was auf sich h&auml;lt, kauft nat&uuml;rlich noch die zweite Gitarre separat dazu, womit wir schon bei &uuml;ber 240 Euro w&auml;ren. Und das Spiel preislich in Konkurrenz zu einer neuen Konsole tritt. Immerhin scheint EA die Proteste w&auml;hrend des Launchs der Xbox360-Fassung vernommen zu haben und vertreibt nun nicht mehr jedes Ger&auml;t einzeln.</p>
<p>Das Tolle wiederum ist der einzigartige Spielgenuss, der sich beim Benutzen der teuren Anschaffung einstellt. Der Name „Rockband“ ist Programm – mit mehreren Leuten, die man aufgrund der einfachen Zug&auml;nglichkeit auch nicht lange bitten muss, macht der Titel unglaublich viel Spa&szlig; und teilweise auch den alteingesessenen Multiplayer-Granaten wie Mario Kart und Smash Bros. das Leben schwer. Besonders dann, wenn man mit Leuten spielt, die sonst eher weniger mit Videospielen zu tun haben. Und mit Musik.</p>
<p>Das konnte ich bei mir selbst feststellen, aber auch bei den Leuten, die ich zu einer Runde virtuellen Musizierens eingeladen hatte. Die „richtigen Musiker“ tendieren „leicht“ dazu, die Plastik-Gitarre mit einem Naser&uuml;mpfen zu bedenken oder auch schon mal das ganze Konzept infrage zu stellen. Warum investiert man seine Zeit nicht darin, gleich richtig Musik zu machen? Die Frage stellt sich zwangsl&auml;ufig, vielleicht auch deshalb, weil man f&uuml;r den Preis des Spiels ein echtes Instrument bekommen k&ouml;nnte. Diese Diskussion ist allerdings ein Fass ohne Boden [Ist es in Ordnung, sich dort virtuell auszuleben, wozu einem im richtigen Leben lediglich die Disziplin oder sonstige Einstellung fehlt? Nochmal von vorne, denn wir wollen ja keine Allgemeing&uuml;ltigkeit f&uuml;r diese Ideen einfordern, alleine schon deshalb, weil diese unm&ouml;glich ist: Ist es also f&uuml;r mich in Ordnung, wenn ich mich dort virtuell auslebe, wozu ich sonst zu faul und ungeduldig w&auml;re? Hab ich denn keinen Drang dazu, mein Potenzial ansatzweise auszusch&ouml;pfen?  Gl&uuml;cklicherweise ist es ja nicht so, dass die Frage bei Spielen generell aufgeworfen wird. W&uuml;rde ich jemanden schr&auml;g angucken, nur weil er gerne mit Schwert und Schild bewaffnet unz&auml;hlige Orks  abmurkst? Nein! Unrealistische Dinge zu erleben, daf&uuml;r sind Videospiele doch da! Dann allerdings wird mir manchmal unwohl, wenn ich sehe, wie in der Realit&auml;t m&ouml;gliche Dinge (die sich sogar mit wenig Anstrengung realisieren lassen! …lassen k&ouml;nnten! …wenigstens rein theoretisch!) pl&ouml;tzlich in einem verkr&uuml;ppelten Hybrid-Aufzug daherkommen, Stichwort: Shootpads. Mal abgesehen davon, dass Fu&szlig;ball derzeit einfach noch nicht wirklich realistisch simulierbar ist und ich bei diesem Beispiel viele viele Aspekte vernachl&auml;ssigen muss und sich viel mehr Fragen auftun, als ich unm&ouml;glich in dieser eingeschobenen Klammer stellen, geschweige denn beantworten k&ouml;nnte… Wohin soll denn das alles f&uuml;hren? Fange ich eines Tages an, mir einen muskul&ouml;sen Avatar zu erstellen, nur weil mir mein K&ouml;rper nicht gef&auml;llt und Sporttreiben zu l&auml;stig w&auml;re? Esse ich virtuell dann nur noch vegetarisch, weil das einfacher durchzuhalten ist als in der Realit&auml;t? Designe ich mir eine Freundin, die meine W&uuml;nsche eher erf&uuml;llt als richtige Menschen? (f&uuml;r Eingeweihte: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Uz_1JJakuTg">das Beer-Activated Girl</a>)]. Um wieder auf das Thema zur&uuml;ckzukommen: die Diskussion w&auml;re ein Fass ohne Boden. Rock Band dagegen ist es nicht.</p>
<p>Nein, ein Fass ohne Boden ist Rock Band vom spielerischen Inhalt her nun wahrlich nicht. Es gibt zwar mehr als 60 Songs und jeden davon in vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, im Vergleich mit den Versionen f&uuml;r die anderen Konsolen sieht die Wii-Fassung jedoch aus wie hingerotzt. Die fehlende Online-Unterst&uuml;tzung ist nur mit dem Worte „Frechheit“ treffend zu bezeichnen. Was zur Anfangsphase der Konsole vielleicht noch vertretbar gewesen w&auml;re, ist &#8211; sp&auml;testens nachdem Guitar Hero III es bereits im letzten Jahr erfolgreich vorgemacht hat &#8211; absolut unverst&auml;ndlich. Was hatte EA-Chef John Riccitiello Mitte 2007 nicht gro&szlig; und reuig von einer Kurs&auml;nderung gesprochen: bei Rock Band sieht man diese &uuml;berhaupt nicht. Oder zumindest nicht qualitativ, denn wer wei&szlig;, ob das Spiel sonst &uuml;berhaupt f&uuml;r die Wii erschienen w&auml;re. Ohne neue Songs und ohne Motivation zur Selbstverbesserung ist man im Singleplayer-Modus nach Erspielen aller Lieder durch, viel Drumherum wie kreativen Freiraum bei der Gestaltung von Outfits oder Charakteren gibt es nicht. In dem Punkt wird das Spiel sogar noch von Hannah Montana Music Jam &uuml;bertroffen, und das war immerhin f&uuml;r den DS. Und mit Hannah Montana. Aber nichts f&uuml;r ungut.</p>
<p>Die Songauswahl empfinde ich pers&ouml;nlich als gelungen, ist aber mehr als alles andere geschmacksabh&auml;ngig. Deshalb sollte, wer „nur“ eine Wii sein Eigen nennt, vielleicht erst einmal einen Blick auf die Tracklist werfen, bevor er sich f&uuml;r den Kauf entscheidet, oder gleich ganz auf den Nachfolger warten, von dem man erwarten darf, dass er auch Online-Modi und Download-Inhalte bieten wird. Multikonsoleros wird die Wahl bei diesem Spiel erheblich vereinfacht.</p>
<p>F&uuml;r mich stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob Creep von Radiohead wirklich partytauglich ist.</p>
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