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	<title>Synthetic Arcadia &#187; PSX</title>
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	<description>Hypokritischer Pseudo-Spieleblog mit nichtssagenden Artikeln, deren miserable Qualität die Schmerzgrenze bei weitem unterschreitet</description>
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		<title>The Legend of Dragoon</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 21:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>otacon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsole]]></category>
		<category><![CDATA[PSX]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor nicht allzu langer Zeit habe ich The Legend of Dragoon beendet &#8211; ein Spiel f&#252;r die Playstation 1, das ich seit Jahren schon immer mal spielen wollte, haupts&#228;chlich deshalb, weil ich vor gut zehn Jahren eine Demo in die Finger bekam und doch so hin und weg war, dass ich sie mehr als einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht allzu langer Zeit habe ich <strong>The Legend of Dragoon</strong> beendet &#8211; ein Spiel f&uuml;r die Playstation 1, das ich seit Jahren schon immer mal spielen wollte, haupts&auml;chlich deshalb, weil ich vor gut zehn Jahren eine Demo in die Finger bekam und doch so hin und weg war, dass ich sie mehr als einmal durchging. &Uuml;ber die Jahre hinweg blieb ich mir im Hinterkopf des Umstands bewusst, dass ich damals noch jung und leicht zu beeindrucken gewesen war &#8211; vielleicht hatte es mir auch blo&szlig; an Alternativen gemangelt &#8211; durchwachsene Reviews und ein hoher Preis sorgten zus&auml;tzlich daf&uuml;r, dass sich der Kreis nun erst schloss.</p>
<p>Ich m&ouml;chte an dieser Stelle eigentlich kein ausladendes Review anfertigen, sondern lediglich ein paar Gedanken festhalten, die jetzt noch ganz frisch durch meinen Kopf wuseln und vielleicht dem einen oder anderen Interessierten bei der Kaufentscheidung behilflich sein k&ouml;nnten.</p>
<p>Zun&auml;chst einmal ganz wichtig: <strong>The Legend of Dragoon</strong> ist kein schlechtes Spiel. Meines Erachtens mangelt es ihm sogar an einer angemessenen Popularit&auml;t und Aufmerksamkeit, was h&ouml;chstwahrscheinlich darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, dass es vom Aufbau her ein sehr klassisches RPG ohne nennenswerte eigenen Ideen darstellt und relativ zeitnah zu Squaresofts Rollenspiel-Hammer <strong>Final Fantasy IX</strong> ver&ouml;ffentlicht wurde. Es macht seine Sache gut, aber es ist eben auch nichts Besonderes; schon gar nicht auf einer Konsole, die sich vor erstklassigen RPGs kaum retten kann.</p>
<p>Die Story ist dabei eigentlich sogar richtig episch. Im Mittelpunkt steht der junge Dart, der sich auf der Suche nach einem Monster befindet, welches sein Heimatdorf ausgel&ouml;scht hat. Dabei  tritt er mit seinen Gef&auml;hrten in die Fu&szlig;stapfen der Drachenritter, die vor mehr als 10.000 Jahren die Menschheit von dem Joch der Winglys, feen&auml;hnlichen Wesen mit m&auml;chtigen Zauberkr&auml;ften, befreit haben. Jeder der Charaktere hat seine eigene tragische Hintergrundgeschichte und die vor allem im Anfang angedeutete Schwarz-Wei&szlig;-Malerei – ab und zu erinnerte mich meine Dragoon-Truppe schockierenderweise an einen Abklatsch der Power Ranger – wird ersetzt durch glaubhafte Komplikationen. Dem einen oder anderen werden einige Klischees sauer aufsto&szlig;en, aber was w&auml;re ein J-RPG ohne diese schon? Auch typische Elemente k&ouml;nnen bei mir immer noch Sympathie erregen.</p>
<p>Zu diesen typischen Elementen z&auml;hlt definitiv auch das Kampfsystem. Nach alter Schule ist es rundenbasiert und ausgestattet mit all den Befehlen, die man anderswo auch schon mal gesehen hat und inzwischen kennt wie gute alte Freunde. F&uuml;r Kombos m&uuml;sst ihr im richtigen Augenblick die richtige Taste dr&uuml;cken und wenn man gen&uuml;gend Punkte gesammelt hat, darf man sich in einen der m&auml;chtigen Drachenritter verwandeln, die zudem &uuml;ber verschiedene, auf ihr Element abgestimmte Zauber verf&uuml;gen.</p>
<p>Da eure Angriffe mit h&auml;ufigem Gebrauch st&auml;rker und mit der Zeit weitere eurem Repertoire hinzugef&uuml;gt werden, h&auml;lt sich die Monotonie hier einigerma&szlig;en in Grenzen, was gar nicht so leicht ist angesichts des riesigen Umfangs. Vier Discs wollen von euch bew&auml;ltigt werden, alles in allem etwa 45-50 Stunden Spielzeit; je nachdem, wie sehr man daran interessiert ist, alle seine Charaktere gleichm&auml;&szlig;ig zu trainieren (was nicht zwangsweise notwendig ist, wie ich festgestellt habe).</p>
<p>Viel Platz auf den Discs wird f&uuml;r die aufwendigen Videosequenzen draufgegangen sein, ansonsten gestaltet sich der Verlauf recht linear. Sowas gef&auml;llt nicht jedem, mir aber durchaus, da ich an einer gut erz&auml;hlten Geschichte mehr interessiert bin als an einer ausladenden Welt, in der man nicht wei&szlig;, wo man nun zuerst hingehen soll. Ach, h&auml;tte ich doch nur <strong>Final Fantasy XIII</strong> schon hier rumstehen! Sehr &auml;rgerlich fand ich &uuml;brigens den h&auml;ufigen Disc-Wechsel, der notwendig wird, wenn man an einer sp&auml;ten Stelle f&uuml;r Sidequests oder bestimmte Items alte Gegenden erneut aufsuchen muss. Die musikalische Untermalung bietet leider kaum H&ouml;hepunkte und so bleibt es nun bei dem, was ich eingangs postuliert habe: <strong>The Legend of Dragoon</strong> ist ein gutes Rollenspiel, das vor allem mit Optik, Story und klassischem Spielsystem punktet, aber bei weitem nicht so sehr zu verzaubern vermag wie andere Titel des Genres. Dass es in Rezensionen teilweise etwas unter Wert gehandelt wurde, l&auml;sst sich u.a. gut am IGN-Review durch David Smith erkennen, der zwar nur 7 von 10 Punkten vergab, allerdings darauf hinwies, dass er sehr unter Zeitdruck stand und &uuml;berdies mit Zufallsk&auml;mpfen nicht viel anfangen kann. </p>
<p>Mein abschlie&szlig;ender Tipp f&uuml;r alle, die sich das Spiel kaufen m&ouml;chten: Greift zur englischen Version! Diese ist lokalisationstechnisch zwar auch nicht perfekt, erspart euch aber die grauenhafte deutsche Synchro.</p>
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		<title>Xenogears</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>otacon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange habe ich drauf gewartet, im M&#228;rz dieses Jahres war es endlich so weit:
Xenogears landete in meiner Playstation!
In einer mechanisierten, aber trotzdem recht mittelalterlich anmutenden Welt &#252;bernimmt man die Kontrolle &#252;ber den jungen Fei, der von Erinnerungsl&#252;cken geplagt wird und in dem kleinen D&#246;rfchen Lahan lebt. Lahan liegt an der Grenze der Krieg f&#252;hrenden L&#228;nder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange habe ich drauf gewartet, im M&auml;rz dieses Jahres war es endlich so weit:<br />
<strong>Xenogears</strong> landete in meiner Playstation!</p>
<p>In einer mechanisierten, aber trotzdem recht mittelalterlich anmutenden Welt &uuml;bernimmt man die Kontrolle &uuml;ber den jungen Fei, der von Erinnerungsl&uuml;cken geplagt wird und in dem kleinen D&ouml;rfchen Lahan lebt. Lahan liegt an der Grenze der Krieg f&uuml;hrenden L&auml;nder Aveh und Kislev, und so dauert es auch nicht lange, bis die anf&auml;ngliche Idylle gest&ouml;rt wird. Eines Nachts kommt Fei durch Zufall in den Besitz eines au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Mecha und weckt damit die Begehrlichkeiten von gleich mehreren Parteien, die ihn auf ihre Seite zu ziehen versuchen. Unser Held wird damit in weit gr&ouml;&szlig;ere Ereignisse hineingerissen, als ihm lieb ist – und nicht zuletzt muss er sich im Verlauf der Geschichte seiner eigenen d&uuml;steren Vergangenheit stellen.</p>
<p>F&uuml;r mich steht au&szlig;er Frage, dass man es bei Xenogears mit einem Meilenstein in der Geschichte der Videospiele zu tun hat. Es sind so viele interessante Ideen verarbeitet, dass es tats&auml;chlich schwierig ist, an bestimmten Punkten anzusetzen oder manche Dinge ganz auszulassen, wenn man beim Schreiben nicht den Rahmen und die Geduld des Lesers sprengen m&ouml;chte. Gleichzeitig bedeutet dieser Reichtum an Ideen, dass die Entwickler sie passend zusammenf&uuml;gen m&uuml;ssen und im Falle eines Spiels den Spielspa&szlig; nicht zu kurz kommen lassen d&uuml;rfen.</p>
<p>Gleich vorweg m&ouml;chte ich sagen: Xenogears war eines der wenigen Spiele in den letzten Jahren, bei dem ich nicht von Anfang an auf „Effizienz“ geachtet habe. Zur Abwechslung bin ich gerne durch die St&auml;dte getrollt, habe mich mit Bewohnern unterhalten und wollte immer noch mehr Zeit in dieser fantastischen Welt verbringen und alles entdecken. Ein Pluspunkt dabei waren einige unterhaltsame Nebens&auml;chlichkeiten (beispielsweise das Karten-Minispiel) und der f&uuml;r ein 90er-Jahre-Square-RPG un&uuml;blich niedrige Schwierigkeitsgrad. In besonders verwirrenden Dungeons bekommt man sogar hilfreiche Karten zur Verf&uuml;gung gestellt und manchmal tun sich praktische Abk&uuml;rzungen auf, sobald man den Gro&szlig;teil eines Abschnitts hinter sich gebracht hat. Manche Bosse muss man zwar mehr als einmal angehen, meistens klappt es aber mit der richtigen Strategie dann doch, sodass man nicht stundenlang trainieren muss.</p>
<p>Die Geschichte, die sich entfaltet, nimmt Ausma&szlig;e an, die man zun&auml;chst, ganz unbedarft, nicht vermuten w&uuml;rde. Man k&auml;mpft in Mecha-Schlachten an der Seite eines Freundes, der seinen Thron zur&uuml;ckerobern m&ouml;chte, besucht isolierte Zivilisationen und entdeckt die eigene Vergangenheit. Besonders ab der zweiten Disc macht die Handlung den Eindruck historischer Bedeutsamkeit – schade allerdings, dass Square damals dem Projekt die Ressourcen entzog, um sich auf <strong>Final Fantasy VIII</strong> zu konzentrieren. Man sieht, wohin die Entwickler wollten, liest aber gr&ouml;&szlig;tenteils nur noch Texte und bek&auml;mpft ab und zu ein paar Bosse. Ich bin geteilter Ansicht &uuml;ber diesen aus der Notwendigkeit geborenen Wechsel des Erz&auml;hlstils und werde darauf noch zu sprechen kommen.</p>
<p>Ge&auml;u&szlig;erte Vorw&uuml;rfe, die Entwickler h&auml;tten an einigen Stellen zu hoch hinaus gewollt, kann ich bedingt nachvollziehen. Zun&auml;chst einmal m&ouml;chte ich grunds&auml;tzlich niemanden f&uuml;r hohe Ambitionen verurteilen und zu bedenken geben, dass die Budget-K&uuml;rzung vermutlich recht &uuml;berraschend kam und nicht mehr alle Ideen so wie geplant verarbeitet werden konnten. Das schlie&szlig;t leider auch mit ein, dass relativ sp&auml;t zur Gruppe hinzugesto&szlig;ene Charaktere nicht mehr in aller Ausf&uuml;hrlichkeit behandelt werden. Allerdings gab es auch schon auf der ersten Disc, abgesehen von den Charakteren, Dinge, bei denen ich mich gefragt habe, ob es des Guten nicht ein wenig zu viel ist. </p>
<p>Es vergeht zwar kaum eine halbe Stunde, ohne, dass etwas passiert, aber gerade dadurch verlieren einzelne Situationen ein wenig an Bedeutung. Man erlebt vieles, hat aber trotzdem das Gef&uuml;hl, nicht wirklich vorw&auml;rts zu kommen. Vieles scheint im &uuml;bergeordneten Kontext wie blo&szlig;es Gepl&auml;nkel, was zumindest bei mir ein wenig demotivierend war. So kam es denn auch, dass zwischen Intro und Abspann mehr als drei Monate lagen, obwohl als tats&auml;chliche Spielzeit „nur“ 40 bis 45 Stunden zu Buche standen.</p>
<p>Und so kam es auch dar&uuml;ber hinaus dazu, dass ich die Schnelligkeit der zweiten Disc zu sch&auml;tzen wusste. Dieser „Buchform“ wohnt in der Tat eine gewisse Ambivalenz inne. Obwohl sie viele Nachteile mit sich bringt, sammelt sie die demotivierten Spieler wieder ein und vielleicht ist es sogar gerade sie, die die Geschichte noch epischer macht, indem sie sie, etwa gleich einer Legende, nacherz&auml;hlt.</p>
<p>Andererseits m&ouml;chte ich mich auch hier nicht zu k&uuml;hnen Theorien hinrei&szlig;en lassen. Xenogears ist eines dieser Spiele, die man wohl zweimal spielen sollte, bevor man zu einem begr&uuml;ndeten Urteil kommt. Eure Reise ist durchsetzt mit vielen verwirrenden Nebenszenen und irgendwann t&uuml;rmen sich Fragen &uuml;ber Fragen, die erst mit der Ann&auml;herung ans Ende entkn&auml;uelt und beantwortet werden. Grahf, Id, Wiseman, Gazel Ministry… oder auch die Charakterentwicklungen von Fei, Elly, Ramsus und den zahlreichen Nebencharakteren bis hin zu Hammer bergen einen solch immensen erz&auml;hlerischen Wert, dass es selbst f&uuml;r mich als Au&szlig;enstehenden &auml;u&szlig;erst schwierig erscheint, die einzelnen Teile sinnvoll miteinander zu verbinden, ohne das Gesamtprodukt wie einen Flickenteppich aussehen zu lassen.</p>
<p>„Flickenteppich“ ist auch immer wieder das Wort, das mir im Zusammenhang mit Feis Pers&ouml;nlichkeit einf&auml;llt: lange Zeit wei&szlig; man nichts &uuml;ber seine Vergangenheit und sieht ihn lediglich handeln. Ich fand es in besonderem Ma&szlig;e schwierig, eine Bindung zu einem solchen Charakter aufzubauen. Man meint, ihn zu verstehen, obwohl man gleichzeitig wei&szlig;, dass da irgendwas im Dunkeln lauert, von dem man noch keine Ahnung haben kann. Ausschnitte aus der Vergangenheit werden nur nach und nach enth&uuml;llt. Mit Elly verh&auml;lt es sich &auml;hnlich, auch wenn dieser Charakter in mehrerer Hinsicht weniger fragmentarisch dargestellt wird. H&auml;ufig wird Xenogears mit <strong>Neon Genesis Evangelion</strong> verglichen, was ich sehr interessant finde. Fei erschien mir sowieso nicht selten wie Shinji: er will eigentlich gar nicht k&auml;mpfen und wird lediglich von &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nden mitgerissen. Er ist also nicht der typische Videospiel-Held – f&uuml;r mich ist das in jedem Falle positiv.</p>
<p>Dominiert werden sowohl Xenogears als auch Evangelion von religi&ouml;sen Motiven, wobei man weder das Spiel noch die Anime-Serie auf das Thema Religion oder Religionskritik reduzieren sollte. Es geht bei beiden um ein ganzes Sammelsurium von Fragen und Denkrichtungen, die um den Menschen an sich &#8211; quasi also das Menschsein &#8211; kreisen. Die Einfl&uuml;sse gro&szlig;er Denker sind f&uuml;r diejenigen, die sich etwas besser auskennen, eindeutig zu erkennen. Doch auch Verbindungen der ganz anderen Art lassen sich feststellen: die in Xenogears verwendeten Anime-Sequenzen erinnern frappierend an NGE. Dachte ich zun&auml;chst, da sei blo&szlig; Gevatter Zufall am Werk, fand ich bald heraus, dass der Umstand ganz logisch damit begr&uuml;ndet werden kann, dass das Anime-Produktionsstudio Production I.G, zust&auml;ndig f&uuml;r die Evangelion-Filme, auch mit der Arbeit an den Xenogears-Sequenzen beauftragt worden war. Schade, dass die englische Synchronisation der eigentlichen Qualit&auml;t nicht gerecht wurde.</p>
<p>Rein k&uuml;nstlerisch wei&szlig; Xenogears, das von der spielimmanenten Grafik her schon anno 1998 nicht &uuml;berragend gewesen sein d&uuml;rfte, auch noch durch viele andere Kleinigkeiten zu gefallen. Beispielsweise ist die „Kameraf&uuml;hrung“ in der Kanalisation bei mir h&auml;ngengeblieben: auf der Suche nach einem Monster, welches mehrere Soldaten umgebracht hat, sieht man die eigene Gruppe – wie in einem Horrorfilm – teilweise aus der Sicht des Unget&uuml;ms. Das eigent&uuml;mliche Sci-fi-Setting sagte mir ebenfalls sehr zu. L&auml;ndlich-b&auml;uerliche Regionen und heruntergekommene St&auml;dte, deren Bewohner von den Menschen der hochmodernen Zivilisation Solaris lediglich als „Lambs“ bezeichnet und ausgenutzt werden, zeichnen ein d&uuml;steres und futuristisches Ambiente. Erg&auml;nzt wird dies durch das gelungene Mecha-Design, das auch die unterschiedlichen F&auml;higkeiten der Maschinen, wie deren Wendigkeit oder Waffen, ber&uuml;cksichtigt. </p>
<p>Getragen wird das Geschehen von einem passenden Soundtrack, der von Yasunori Mitsuda beigesteuert, aber meines Erachtens leicht &uuml;berbewertet wird. Die rundenbasierten K&auml;mpfe bieten aufgrund der Unterscheidung zwischen Mecha und Mensch gen&uuml;gend Abwechslung, auch wenn mir bis heute nicht einleuchten will, weshalb die Death Blows, also die von euren Charakteren als Menschen ausgef&uuml;hrten Spezialattacken, meistens st&auml;rker sind als eine Kombination blo&szlig; normaler Attacken und gleichzeitig noch mehr AP f&uuml;r eine Super-Combo einsparen.</p>
<p>Aber so etwas st&ouml;rt bei einem solch gro&szlig;artigen Werk wirklich nur am Rande. Was den Spielspa&szlig; angeht, so gibt es sicherlich besseres als Xenogears, aber vermutlich werden nur die wenigsten Titel ebenso zum Nachdenken anregen. H&auml;ufig musste ich im Zusammenhang an die literarischen Klassiker denken, die doch „jeder einmal gelesen haben sollte“, die aber nicht durchg&auml;ngig Spa&szlig; bringen, sondern ihren Wert haupts&auml;chlich aus den Erkenntnissen sch&ouml;pfen, die sie vermitteln. Ganz so schlimm ist es bei Xenogears dann aber doch nicht. Von daher: ran da, falls ihr es noch nicht gespielt habt!</p>
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		<title>Galerians</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 03:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
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		<category><![CDATA[PSX]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&#252;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&#228;hlte (im Nachhinein etwas &#252;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&#252;r mich aus heutiger Sicht im &#220;brigen recht &#252;berraschend ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&uuml;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&auml;hlte (im Nachhinein etwas &uuml;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&uuml;r mich aus heutiger Sicht im &Uuml;brigen recht &uuml;berraschend ist – das Spiel ist eigentlich nicht besonders schwierig.</p>
<p>Nachdem ich es also einige Jahre nicht angefasst hatte, &uuml;berkam mich neulich spontan der Drang, es doch noch mal an die PlayStation zu verf&uuml;ttern. Obwohl das Spiel mittlerweile ja nun wirklich nicht mehr besonders neu ist, war ich sofort wieder &#8216;drin&#8217;. Und diesmal kam ich sogar ganz ohne Probleme durch&#8230;</p>
<p>In <a href="http://www.onlinegamesdatenbank.de/index.php?section=title&#038;titleid=2128">Galerians</a> schl&uuml;pft man in die Rolle des Jungen Rion Steiner, der – wie k&ouml;nnte es anders sein – ohne jegliche Erinnerung in einer Forschungseinrichtung aufwacht (war das Amnesie-Setting zur Erkl&auml;rung jeglichen Unwissens auf Seiten des Spielers eigentlich damals schon so abgenudelt?) und zu allem &Uuml;berfluss auch noch Stimmen h&ouml;rt. Immerhin ist es die Stimme eines jungen M&auml;dchens und nicht gruseliger alter Greise&#8230; oder so. Aber nicht nur das, anscheinend wurde an Rion auch noch herum experimentiert und ihm diverse Drogen verabreicht.</p>
<p>Diese sch&auml;digen aber gl&uuml;cklicherweise nicht nur sein Gehirn, sondern verleihen ihm als netter Nebeneffekt auch noch unterschiedliche psychische Kr&auml;fte. W&auml;hrend Pillen und Kapseln sich haupts&auml;chlich auf den Gesundheitszustand des Protagonisten auswirken, k&ouml;nnen durch Injektionen verschiedene Angriffskr&auml;fte genutzt werden, denn – ihr ahnt es sicher schon – man verf&uuml;gt im Spiel &uuml;ber keinerlei Waffen.</p>
<p>Die Steuerung wird dabei &auml;hnlich gehandhabt wie beispielsweise in <b>Silent Hill</b> – sprich: <s>furchtbar</s> man dreht sich mit dem Steuerkreuz und rennt dann, indem man eine Schultertaste dr&uuml;ckt (in Japan scheint es in diesem Genre irgendwie Usus zu sein, dass die Steuerung einen Hauptgruselaspekt ausmacht). Bei anderen Spielen h&auml;lt mich sowas in der Regel gleich v&ouml;llig vom Konsum ab, in diesem Fall habe ich mich allerdings damit arrangiert. Zwar ist es auch nach einer Eingew&ouml;hnungsphase nicht eben praktisch, gl&uuml;cklicherweise sind die K&auml;mpfe aber meistens nicht besonders schwer und das ganze ist generell eher etwas r&auml;tsellastiger.</p>
<p>&Uuml;berhaupt lebt das Spiel mehr von der Story als von der Spielmechanik. Zwar ist <b>Galerians</b> auch nicht besonders lang, so dass eventuelle Gameplay-M&auml;ngel ohnehin weniger auffallen, aber ich k&ouml;nnte mir schon vorstellen, dass die Kombination aus Umherlaufen und nach Gegenst&auml;nden/Hinweisen suchen und Gegner pl&auml;tten auf Dauer repetitiv wirkt. Andererseits haben mir auch &uuml;ber 100 Stunden <b>Final Fantasy</b> nichts ausgemacht – und Rollenspiele hatten noch nie ein besonders faszinierendes/spannendes Spielkonzept&#8230;</p>
<p>Neben dem irgendwie durchaus sympathischen Hauptcharakter besticht das Spiel meines Erachtens vor allem durch seine Atmosph&auml;re. Diese ist zwar nicht so umwerfend und einzigartig wie die der Titel von Team ICO, aber trotzdem immer noch sehr einnehmend (wenngleich eben mehr in einem &#8216;gew&ouml;hnlichen&#8217; Rahmen anstatt der Sph&auml;ren, in denen sich genannte Entwickler bewegen). Obwohl <b>Galerians</b> wohl im Allgemeinen dem Genre des Survival Horror zugeordnet werden d&uuml;rfte, handelt es sich nicht um einen “Gruselschocker” in dem Sinne. Der Horror wird hier eher durch die allgemein beunruhigende Stimmung hervorgerufen als durch adrenalintreibende Schreckmomente; auch wenn diese durchaus vorhanden sind.</p>
<p>Was ich bis jetzt allerdings immer noch nicht ganz verstanden habe, ist lediglich, wozu die Level-Angabe dienen soll&#8230; kann man etwa aufleveln? Und wenn ja, warum passiert das im ganzen Spiel kein einziges Mal bzw. was genau muss man daf&uuml;r &uuml;berhaupt tun und was passiert dann?</p>
<p>Trotz seiner drei CDs ist das Spiel &uuml;brigens ziemlich kurz – wenn ich mich recht entsinne, habe ich f&uuml;r den ersten Durchgang nicht mal zehn Stunden gebraucht. Dies liegt wohl haupts&auml;chlich daran, dass – wie bei den meisten Spielen – nicht der Spielanteil, sondern die vielen Render-Videos den L&ouml;wenanteil der Daten ausmachen. Davon gibt es in Anbetracht der Gesamtl&auml;nge (bzw. -k&uuml;rze) n&auml;mlich &uuml;berraschend viele. Wer also ein notorischer Cutscene-Allergiker ist, wird in Puncto Plot vermutlich nicht auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Praktischerweise werden die angesehenen Filme automatisch gespeichert, so dass man sie sich im Nachhinein beliebig oft ansehen kann. Da einige Szenen nur optional sind und im Verlauf des Spiels nicht zwangsl&auml;ufig gezeigt werden, kann man hier auch sehen, ob einem irgendwas entgangen ist (was bei mir nat&uuml;rlich auch prompt der Fall war). Nur das st&auml;ndige CD-Wechseln st&ouml;rt ein wenig, aber ohne DVDs l&auml;sst sich das wohl kaum vermeiden.</p>
<p>Die Grafik war wohl bereits zum Erscheinungsdatum nicht mehr ganz auf dem neusten Stand, insbesondere auch die der FMVs – das Spiel kam zwar erst 2000 raus, die Videos entsprechen qualitativ aber, wenn &uuml;berhaupt, eher dem Niveau von <b>Final Fantasy VII</b> (1997).</p>
<p>Musikalisch wird das ganze meistens mit eher wenig melodischen Industrial-Kl&auml;ngen untermalt, teilweise gibt es aber auch richtige Instrumentalst&uuml;cke. Auffallend war f&uuml;r mich hierbei, dass diese sich oft von Raum zu Raum unterscheiden.</p>
<p>(Apropos &#8220;Raum zu Raum&#8221;&#8230; erw&auml;hnte ich bereits, dass es bei jedem Raumwechsel einen Ladebildschirm gibt? Und es gibt viiiiiieeele R&auml;ume&#8230;)</p>
<p>Erw&auml;hnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Spiel komplett deutsch synchronisiert wurde – damals noch eine Seltenheit, insbesondere bei Nischentiteln wie diesem (bei letzteren ist es das heutzutage allerdings immer noch). Diese ist dabei meines Erachtens gar nicht mal komplett danebengegangen (hierzulande ja eher eine Seltenheit). Der Sprecher von Rion macht seinen Job zwar nicht immer perfekt, aber immerhin ist seine Stimme passend. Manche Charaktere sind leider etwas fehlbesetzt, trotzdem macht die deutsche Synchronisation auf mich insgesamt auch keinen schlechteren Eindruck als beispielsweise die englische (hier wurde daf&uuml;r Lilia besser besetzt). Auch die Effekte (z.B. ver&auml;nderter Klang bei Laut&shy;sprec&shy;her&shy;durch&shy;sagen etc.) lassen etwas zu w&uuml;nschen &uuml;brig, da gr&ouml;&szlig;tenteils nicht vorhanden. Schade ebenfalls, dass es anscheinend mal wieder nicht m&ouml;glich war, den Namen des Hauptcharakters richtig auszusprechen.</p>
<p>Schwerer wiegt hingegen die – &uuml;brigens in allen europ&auml;ischen Versionen &#8216;enthaltene&#8217; – <a href="http://schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4445">Zensur</a>. Neben dem letzten Teil des Intros, der komplett entfernt wurde, fehlen auch die explodierenden K&ouml;pfe bei den Sterbeanimationen der Gegner nach einer Short-Attacke. Das finde ich sehr schade, insbesondere weil die Opening-Sequenz so einen v&ouml;llig anderen Eindruck hinterl&auml;sst.</p>
<p>Daf&uuml;r wurden wohl in der englischsprachigen Version (also auch in den nicht-zensierten NTSC-Versionen) die Texte etwas &#8216;freier&#8217; &uuml;bersetzt. Da ich diese jedoch nicht vollst&auml;ndig kenne, kann ich nur bedingt beurteilen, ob dadurch irgendwelche sinnentstellenden Passagen entstehen oder wie weit sie sich tats&auml;chlich vom japanischen Original entfernt.</p>
<p>Insgesamt hat mir <b>Galerians</b> auf jeden Fall Spa&szlig; gemacht, ansonsten h&auml;tte ich es – trotz der <s>L&auml;nge</s> K&uuml;rze – vermutlich sowieso nicht durchgespielt. Es mag zwar kein absoluter Blockbuster sein und hat definitiv einige Ecken und Kanten, dennoch konnten mich seine Geschichte und Charaktere sowie die schaurig-sch&ouml;ne, abschreckende Atmosph&auml;re bis zum Schluss fesseln.</p>
<p>Damit w&auml;re dann wohl bewiesen, dass, zumindest f&uuml;r mich, Grafik (oder generell aktuelle Technik) nur einen sehr unerheblichen Teil am Spielspa&szlig; ausmacht – und zwar nicht nur bei Top-Titeln und Klassikern, sondern auch bei nicht ganz so runden Kleinoden wie <b>Galerians</b>.</p>
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		<title>Final Fantasy VII</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 21:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>otacon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Estuans interius ira vehementi
 
Diskrepanzen gibt es bekanntlich viele im Leben. Beim eigenen Lieblingssportverein etwa, bei dem zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer eine derart gro&#223;e L&#252;cke klafft, dass man den Sportteil seiner Zeitung meidet wie ein Vollblut-Zocker das Sonnenlicht oder der Casual-Gamer gute Spiele. Mwahaha. Die Diskrepanz, von der ich im Folgenden berichten m&#246;chte, [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;"><span lang="EN-US">Estuans interius ira vehementi</span></p>
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<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">Diskrepanzen gibt es bekanntlich viele im Leben. Beim eigenen Lieblingssportverein etwa, bei dem zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer eine derart gro&szlig;e L&uuml;cke klafft, dass man den Sportteil seiner Zeitung meidet wie ein Vollblut-Zocker das Sonnenlicht oder der Casual-Gamer gute Spiele. Mwahaha. Die Diskrepanz, von der ich im Folgenden berichten m&ouml;chte, bezieht sich dagegen auf den Unterschied zwischen meiner eigenen urspr&uuml;nglichen Wahrnehmung und dem, was ich nun als Realit&auml;t anzunehmen bereit bin. Und nein, Kants Kritik der Urteilsf&auml;higkeit lassen wir jetzt mal sch&ouml;n au&szlig;en vor!</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">Ich war einem f&uuml;rchterlichen Irrtum aufgesessen. So viel sei schon mal gesagt. Man k&ouml;nnte es wahrscheinlich nur mit „ein Brett vorm Kopf haben“ treffend beschreiben. Da dachte ich doch tats&auml;chlich, Final Fantasy VII sei &uuml;berbewertet! &Uuml;berhypt! Und insgesamt zwar ein gutes, letztendlich jedoch kein herausragendes Spiel! Zahlreiche gegenteilige Meinungen lie&szlig;en mich zun&auml;chst h&ouml;chstens an der Kritikf&auml;higkeit meiner Mitmenschen zweifeln, wird doch ein Haufen Exkremente auch dadurch nicht besser, dass eine Milliarde Fliegen ihn k&ouml;stlich findet. Oder so &auml;hnlich. Advent Children half nicht unbedingt weiter, denn das Konzept, den bereits einmal besiegten B&ouml;sewicht gegen Ende kurz hinzuzurufen, zu besiegen und somit der Welt ihren urspr&uuml;nglichen Zustand wiederzugeben, ist allenfalls gehobenes Hollywood-Niveau (folglich also schlecht!). Sp&auml;testens bei Clouds Kingdom Hearts 2-Intermezzo d&auml;mmerte mir dann doch, dass ich irgendwas verpasst oder nicht verstanden haben musste. Immer noch diese unglaubliche Faszination? Sephiroth mag ja cool sein, aber gleich deswegen so ein Tamtam darum machen?</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">Dann kam die Zeit, in der Final Fantasy VII, beg&uuml;nstigt durch einen schmalen Geldbeutel und die Unerreichbarkeit meiner tollen Import-Games aufgrund einer kaputten PS2, pl&ouml;tzlich wieder ganz verlockend aussah. Folglich wurde die altgediente PSone ausgegraben, Shinra zur H&ouml;lle gejagt, Cloud zum Teil aus seinem inneren Zwiespalt geholfen und Sephiroth mit Omnischlag der vermeintliche Todessto&szlig; gegeben. Und es war herrlich. Die Chocobo-Zucht sowie die meisten Side-Quests habe ich allerdings ausgelassen, die Viecher <span> </span>waren schon beim ersten Mal nicht so paarungswillig, wie sie sein sollten. Damit hab ich jetzt zwar wertvolle Spiele- und Lebenszeit in ein Spiel gesteckt, das ich eigentlich schon kannte und vor noch gar nicht so langer Zeit das letzte Mal gezockt hatte, bin aber auch um einige Erkenntnisse und ein weiteres Lieblingsspiel reicher. Ich kann mir letztlich nicht erkl&auml;ren, warum ich nicht beim ersten Mal schon auf das Spiel angesprungen bin. Vermutlich h&auml;tte ich mir mehr Zeit nehmen m&uuml;ssen, um nicht erst jetzt zu erkennen, dass es in keinem anderen Final Fantasy so viele sympathische und mitrei&szlig;ende Charaktere (zumindest in keinem von mir bisher gespielten, beinhaltend die Teile IV bis X) gibt. Auch wenn Cecil, Squall und Vivi nat&uuml;rlich ihre ganz eigenen Vorz&uuml;ge haben.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">Was bleibt sind Eindr&uuml;cke voller &Auml;sthetik und G&auml;nsehaut beim H&ouml;ren von Songs wie One-Winged Angel <span> </span>(ganz besonders nat&uuml;rlich bei der Stelle, an der der Chor einsetzt), der Oberweltsmusik oder Jenovas psychedelisch anmutender Begleitmelodie. Sowie ein kennendes und verstehendes L&auml;cheln, wenn einem wieder mal eine Cosplayerin mit Blumenkorb &uuml;ber den Weg l&auml;uft. Aeris gewaltsamer Tod, der mir beim ersten Mal noch so unglaublich schlecht umgesetzt schien, so &uuml;berhaupt keine Emotionen zu wecken vermochte, oder auch Sephiroths Wandlung, die vielen storytechnischen Raffinessen, Tifas Gef&uuml;hle f&uuml;r Cloud – all das erscheint in einem so unglaublich anderen Licht, um so viel mehr nachvollziehbar, dass ich mich fragen muss, wo ich eigentlich beim Erstdurchgang mit meinen Gedanken war. Es bleiben weitere Fragen. Wie kann ein solch gro&szlig;artiger und vielschichtiger Titel in unserer Kulturgesellschaft (mal abgesehen von selbstredend h&ouml;chst „elit&auml;ren“ Videospielern und solchen, die es mal waren, werden wollen oder zumindest so tun, als w&auml;ren sie es) beinahe unbekannt sein, gerade auch vor dem aktuellen Hintergrund des Ausnutzens nat&uuml;rlicher Ressourcen? Mit der Nennung von Final Fantasy VII als „Gewaltvideo“ im Hamburger Abendblatt geb ich mich ehrlich gesagt nicht zufrieden. Und wieso st&ouml;rt man sich eigentlich auch noch an den kleinsten Sachen, wenn das Gesamtprodukt doch im Vordergrund stehen sollte? (Tifas am Ende gespaltener und dadurch total h&auml;sslicher Zopf zum Beispiel! Allein deshalb sollte es schon ein Remake geben!). Und bin ich jetzt blo&szlig; ein Opfer des Mainstreams? Und ist Vincent Valentine nicht die coolste Sau auf diesem gottverdammten Planeten?</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">Auf meinen internen Ranking-Listen im Bereich PS1-Spiele steht Final Fantasy VII mittlerweile auf Platz 1. Noch vor Grandia, Chrono Trigger und Koudelka. Und das wird vermutlich noch lange so bleiben – zumindest bis ich mal ein Xenogears in die Finger bekomme.</p>
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