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	<title>Synthetic Arcadia &#187; PS3</title>
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	<description>Hypokritischer Pseudo-Spieleblog mit nichtssagenden Artikeln, deren miserable Qualität die Schmerzgrenze bei weitem unterschreitet</description>
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		<title>Assassin&#8217;s Creed</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 21:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>otacon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
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		<description><![CDATA[An der neueren Konsolengeneration interessieren mich eigentlich kaum eine Handvoll Spiele so sehr, dass ich mir die Anschaffung der jeweiligen Konsole ernsthaft &#252;berlegen w&#252;rde. Eine Wii samt Brawl befindet sich bereits in meinem Besitz, Metal Gear Solid 4 habe ich immerhin schon durch, dagegen l&#228;sst das Projekt von Team Ico noch auf sich warten. Umso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An der neueren Konsolengeneration interessieren mich eigentlich kaum eine Handvoll Spiele so sehr, dass ich mir die Anschaffung der jeweiligen Konsole ernsthaft &uuml;berlegen w&uuml;rde. Eine Wii samt Brawl befindet sich bereits in meinem Besitz, Metal Gear Solid 4 habe ich immerhin schon durch, dagegen l&auml;sst das Projekt von Team Ico noch auf sich warten. Umso &uuml;berraschter war ich beim Spielen von Assassin’s Creed angesichts der kurzweiligen Unterhaltung, die mir geboten wurde.</p>
<p>Die Handlung l&auml;sst sich dabei leicht in zwei parallele Str&auml;nge aufteilen. In nicht allzu ferner Zukunft werdet ihr als Desmond Miles von skrupellos wirkenden Wissenschaftlern dazu benutzt, in den Zellen eures K&ouml;rpers befindliche Erinnerungen &uuml;ber eure Ahnen nutzbar zu machen. Dazu steigt ihr in ein Ger&auml;t namens Animus (lat. f&uuml;r „Sinn“, „Geist“, „Verstand“ oder auch „Leben“), das euch in die Welt von Altair, einem Assassinen des 12. Jahrhunderts, eintauchen l&auml;sst. Das Credo seines Ordens besteht aus drei Grunds&auml;tzen: Unschuldige m&uuml;ssen verschont, die eigene Tarnung aufrecht erhalten und die Bruderschaft darf nicht gef&auml;hrdet werden. Zu dumm, dass er diese in einem Anfall von Arroganz, best&auml;rkt durch das Vertrauen in seine besonderen F&auml;higkeiten, schlichtweg missachtet und fortan gezwungen ist, sich Rang um Rang zur&uuml;ckzuverdienen. </p>
<p>„Nichts ist wahr, alles ist erlaubt“, hei&szlig;t das Motto des Spiels. Dieses ist gleich mehrfach interpretierbar. Da die Geschehnisse lediglich eine Projektion aus Desmonds „Ged&auml;chtnis“ sind, ist Sterben zum Beispiel nur insofern m&ouml;glich, als dass ihr vom letzten Ausgangspunkt aus startet („fast wie in einem Computerspiel!“). Der Satz ist &uuml;brigens auch Teil von Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ und wird dort, wie im Spiel auch, im Zusammenhang mit einer Umkehrung der Werte verwendet. Beim L&ouml;sen der Aufgaben und Erkunden der Welt wird euch &uuml;berdies ein angenehmes Ma&szlig; an Freiheit gelassen und auch die Story arbeitet mit unterschiedlichsten Ausw&uuml;chsen von Lug und Betrug.</p>
<p>Die Welt Altairs befindet sich in Aufruhr. W&auml;hrend des Dritten Kreuzzugs reist ihr zwischen St&auml;dten wie Jerusalem oder Damaskus hin und her, um insgesamt neun verschiedene, historisch belegte Pers&ouml;nlichkeiten zu t&ouml;ten, die zu dieser Zeit tats&auml;chlich verschwanden. Die Entwickler von Ubisoft Montreal legten viel Wert auf Authentizit&auml;t &#8211; ein Vorhaben, das l&ouml;blich und bei guter Umsetzung durchaus w&uuml;nschenswert ist, weil so nebenher noch ein wenig Bildung vermittelt wird, bei Assassin’s Creed nun aber nicht auf allen Ebenen wirklich erreicht wurde. So sollen zwar die St&auml;dte von der Grundstruktur her so ausgesehen haben, wir ihr sie in diesem Spiel zu sehen bekommt, dennoch gibt es auch architektonische Einzelbeispiele, die nicht in diese Zeit passen. Bis Videospiele durchg&auml;ngig als Lehrmittel an Schulen eingesetzt werden k&ouml;nnen, wird es sowieso noch Ewigkeiten dauern, dieses Spiel aber zeigt, wie so etwas gleichzeitig unterhaltsam vonstatten gehen k&ouml;nnte.</p>
<p>Grunds&auml;tzlich laufen eure Missionen immer nach demselben Muster ab: zun&auml;chst gilt es, die Stadt zu erkunden und ein Mindestma&szlig; an Informationen &uuml;ber eure Ziele zu sammeln. Etwa, indem ihr Gespr&auml;che belauscht, Aufgaben in Form von Minispielen f&uuml;r Kontaktpersonen absolviert oder bestimmte Leute bestiehlt. Da euch mehr Aufgaben geboten werden, als ihr zwangsweise erf&uuml;llen m&uuml;sst, k&ouml;nnen Interessierte tiefer in die Welt eintauchen – Spieler, die nur auf die Story aus sind, kommen schneller durch die sich stetig wiederholenden Prozeduren. Die zweite Phase ist das Attentat selber. Sequenzen in Spielegrafik, w&auml;hrend derer ihr nur beschr&auml;nkt &uuml;ber euren Charakter verf&uuml;gen k&ouml;nnt, stellen das Ziel vor und liefern meistens einen guten Grund, dieses aus dem Weg zu r&auml;umen. Egal ob da Knochen gebrochen oder Leute ins Feuer geworfen werden: in jedem Fall hat man danach sein Ziel vor Augen. Der Typ geh&ouml;rt aus dem Weg ger&auml;umt. Ohne Erbarmen. Doch &#8211; ganz so einfach ist das dann doch nicht. Mit zunehmendem Spielverlauf kommen Altair Zweifel, ob das, was er da im Namen der Gerechtigkeit tut, tats&auml;chlich rechtens ist. Die dritte Phase ist das Fl&uuml;chten. Nach dem Ableben des Ziels l&auml;uten die Glocken in der Stadt, alle Wachen werden in erh&ouml;hte Alarmbereitschaft versetzt. Nun hei&szlig;t es: Untertauchen, Altair!</p>
<p>Euch wird die M&ouml;glichkeit geboten, f&uuml;r diese Stelle vorzusorgen. Um letztlich bessere Chancen zu bekommen, k&ouml;nnt ihr optional n&auml;mlich bereits w&auml;hrend eurer Erkundungstouren hilflose B&uuml;rger vor den Schikanen der Wachen retten  &#8211; tut ihr das, d&uuml;rft ihr nun auf ihre Hilfe hoffen. Entweder werden verfolgende Wachen pl&ouml;tzlich festgehalten oder Menschengruppen gebildet, in denen man sich verstecken kann (gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r den Fall, dass man bereits vor dem Attentat auf sich aufmerksam gemacht hat und fl&uuml;chten muss). Kommt es doch einmal zum Kampf, ist es empfehlenswert, nicht die F&auml;uste (-> Mittel f&uuml;r Interrogationen) oder das Katar (Mittel zum lautlosen T&ouml;ten) zu w&auml;hlen, sondern mindestens das Kurzschwert oder euer normales Schwert. Auf Entfernungen werden Wurfmesser benutzt. Je weiter ihr im Spiel vorankommt, desto mehr Kampftechniken werden euch zug&auml;nglich gemacht. Der stylisch in Szene gesetzte Konter oder das Ausweichen als Mittel der Verteidigung stehen dabei Angriffstechniken wie dem Durchbrechen der gegnerischen Abwehr gegen&uuml;ber. Negativ f&auml;llt hier auf: mit ein wenig &Uuml;bung seid ihr, zumindest im Kampf gegen schw&auml;chere Gegner, quasi unbesiegbar und k&ouml;nnt euch notfalls auch schlichtweg bis zum Ziel vork&auml;mpfen, ohne &uuml;berhaupt die Notwendigkeit zu versp&uuml;ren, unbemerkt vorzugehen. Schwierig wird’s erst dann, wenn ihr tats&auml;chlich fl&uuml;chten wollt und zum besseren Klettern eure Waffen wegsteckt. Diese Hatz ist daf&uuml;r extra adrenalingeladen: klettert ihr an H&auml;userw&auml;nden hoch, werfen Wachen &uuml;berraschend zielsicher mit Steinen auf euch. Rempelt ihr B&uuml;rger an, strauchelt ihr nicht selten oder fallt hin. Trotz guter Steuerung ist es auch immer m&ouml;glich, durch einen unbedachten Sprung von einem H&auml;userdach die Flucht vorzeitig zu beenden.</p>
<p>Assassin’s Creed erhielt durchschnittlich hohe Wertungen, ist allerdings auch kein &Uuml;berspiel. Mir erschien es vielmehr recht „komplett“ – viele gute Ideen wurden zu einem passenden Cocktail vermischt, ohne dass es nennenswerte Ausrei&szlig;er nach unten geben w&uuml;rde. Dass die KI nicht immer perfekt (realistisch/logisch) handelt, ist vielleicht ein wenig nervig (um es mal mit den Worten aus der Parodie „Awesome Creed“ zu verdeutlichen: „Wait a second! You’re not praying… you must be the murderer!“). Und auch die Musik wusste nicht immer zu gefallen – obwohl sie von Jesper Kyd kommt. Zwar fand ich es richtig, dass sie sich die meiste Zeit &uuml;ber nicht aufdr&auml;ngt, ein paar Melodien mit Wiedererkennungswert h&auml;tten es aber schon sein d&uuml;rfen. So war es nicht zuletzt das St&uuml;ck zu Jerusalem, das den Ersteindruck dieser Stadt so wuchtig gestaltete. Nach langem Ritt gelangt man pl&ouml;tzlich auf eine Anh&ouml;he, sieht vor sich diese riesige Stadt, h&ouml;rt die ruhigen, exotischen Kl&auml;nge und wei&szlig; einfach: das hat Atmosph&auml;re. Die gef&auml;llige Grafik mit ihrer immensen Weitsicht, den Lichteffekten und den vor Lebendigkeit &uuml;bersprudelnden Stra&szlig;en oder weiten, eher naturbelassenen Fl&auml;chen tut ihr &Uuml;briges dazu, w&auml;hrend das Spiel, mit Ausnahme von sehr hohem Gegneraufkommen, stets fl&uuml;ssig l&auml;uft (PS3-Version).</p>
<p>Viel Kritik gab es f&uuml;r die Gestaltung der Aufgaben, die es vor jedem Attentat zu bew&auml;ltigen gilt. Trotz der gew&auml;hrten Freiheit, welche ihr davon denn nun l&ouml;sen wollt, &auml;hnelten sie sich zu sehr. Das kann ich nachvollziehen, besonders gest&ouml;rt hat es mich aber nicht. Daf&uuml;r ist das Spiel insgesamt auch nicht lang genug. Auf die Suche nach den hunderten von sammelbaren Flaggen hab ich mich ehrlich gesagt zwar auch nicht ernsthaft begeben, w&auml;hrend erstmaligen Durchspielens h&auml;lt die Story und der Spa&szlig; am eigentlichen Grundprinzip die Motivation aber durchaus aufrecht. Am ehesten zu vergleichen ist das Spiel, wenn man denn nicht Klischee-Beispiele wie GTA heranziehen m&ouml;chte, mit den in den letzten Jahren ver&ouml;ffentlichten Spiderman-Titeln. Wer diese von der Grundidee her mochte, also mit dem Absolvieren von Missionen innerhalb gr&ouml;&szlig;erer St&auml;dte, der wird eventuell auch an Assassin’s Creed gefallen finden.</p>
<p>Das offene Ende bietet Raum f&uuml;r Spekulationen, ein Nachfolger ist bereits angek&uuml;ndigt und soll im Italien des 15. Jahrhunderts spielen. In der &Ouml;ffentlichkeit wird das 2007 f&uuml;r mehrere Plattformen ver&ouml;ffentlichte Spiel gerne von einem Fokus auf Producer Jade Raymond in den Hintergrund gedr&auml;ngt, was ich dem Spiel gegen&uuml;ber aber nicht fair finde, da Frau Raymond &#8211; abgesehen von Assassin’s Creed &#8211; bisher recht wenig zustande bekommen hat. Eventuell ist dem zweiten Teil etwas mehr Gl&uuml;ck in dieser Hinsicht beschieden – Jade wird aller Voraussicht nach nicht daran beteiligt sein, da sie derzeit an einem anderen Projekt arbeitet.</p>
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