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	<title>Synthetic Arcadia &#187; Yuri</title>
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	<description>Hypokritischer Pseudo-Spieleblog mit nichtssagenden Artikeln, deren miserable Qualität die Schmerzgrenze bei weitem unterschreitet</description>
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		<title>Prince of Persia</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 15:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue Prince of Persia ist eines der Spiele, von dessen Berichterstattung ich bereits im Vorfeld schon einiges mitbekommen hatte – was nicht eben h&#228;ufig vorkommt. Ich betrachte mich dabei als einen relativ hype-resistenten Menschen. So auch in diesem Fall: was ich sah, beeindruckte mich nicht wirklich. Zwar waren die Concept Arts durchaus h&#252;bsch anzusehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue <a href="http://www.onlinegamesdatenbank.de/index.php?section=title&#038;titleid=9194">Prince of Persia</a> ist eines der Spiele, von dessen Berichterstattung ich bereits im Vorfeld schon einiges mitbekommen hatte – was nicht eben h&auml;ufig vorkommt. Ich betrachte mich dabei als einen relativ hype-resistenten Menschen. So auch in diesem Fall: was ich sah, beeindruckte mich nicht wirklich. Zwar waren die Concept Arts durchaus h&uuml;bsch anzusehen, deren grafische Umsetzung sagte mir jedoch nicht allzu sehr zu.</p>
<p>Erst eine Vorf&uuml;hrung auf der Games Convention 2007 konnte &uuml;berhaupt mein Interesse wecken. Die Animationen waren gut gemacht (leider noch eine Seltenheit) und au&szlig;erdem sah das Rumgeklettere ziemlich spa&szlig;ig aus – ja, das k&ouml;nnte mir doch einen Blick wert sein.</p>
<p>Und ich muss sagen, gelohnt hat es sich. Zwar ist die neuste Iteration der Serie nicht gleich zu meinem neuen Lieblingsspiel avanciert, eine Menge Spa&szlig; hatte ich aber auf jeden Fall. Insbesondere die Klettereien haben mir so viel Spa&szlig; gemacht, dass ich mir direkt im Anschluss zwei der Vorg&auml;nger bestellt hab (nat&uuml;rlich wohl wissend, dass diese irgendwie anders sind).</p>
<p>Insbesondere im Vergleich zu &auml;lteren Teilen, aber auch allgemein f&auml;llt hierbei jedoch der extrem niedrige Schwierigkeitsgrad des aktuellen Titels auf. Und damit meine ich nicht <s>das Checkpoint-System</s> Elika, sondern beispielsweise die Steuerung. Nicht, dass ich Probleme mit einer eing&auml;ngigen Steuerung h&auml;tte – im Gegenteil. Jedoch ist diese so verzeihlich, dass man mitunter das Gef&uuml;hl bekommt, es sei vollkommen egal, wann man irgendwelche Kn&ouml;pfe dr&uuml;ckt; solange man sie &uuml;berhaupt benutzt, ist schon alles in Ordnung und das Spiel &#8216;rettet&#8217; einen.</p>
<p>Ich erwarte hierbei ja keine Millisekundengenauigkeit (dann k&ouml;nnte ich diesen Beitrag nun sicherlich nicht schreiben), aber zumindest ein Zeitfenster, dessen Abpassen eine gewisse Herausforderung darstellt. Daf&uuml;r m&uuml;sste nicht mal die Steuerung verkompliziert werden, denn die eher wenigen ben&ouml;tigten Kn&ouml;pfe (ein einziger f&uuml;r Sprung und Wallrun, ein zweiter f&uuml;r&#8217;s Festhalten und der dritte f&uuml;r Elika) st&ouml;ren mich gar nicht allzu sehr, auch wenn dies nat&uuml;rlich die Gefahr erh&ouml;ht, dass das Spiel irgendwelche eingeleiteten Aktionen fehldeutet. Aber dieses Zeitfenster ist im Grunde schon eine Doppelschwingt&uuml;r.</p>
<p>Die vielen Beschwerden bez&uuml;glich des R&uuml;cksetzsystems kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Ja, man kommt immer an den letzten sicheren Ausgangspunkt zur&uuml;ck. Na und? Spart einem doch lediglich Ladezeit, da man ohnehin an jeder Stelle speichern kann (und zumindest das ist etwas, was bei Nichtvorhandensein durchaus nicht selten bem&auml;ngelt wird&#8230; wie oft habe ich in letzter Zeit Beschwerden &uuml;ber Speicherpunktsysteme gelesen?). Nun kann man nat&uuml;rlich anf&uuml;hren, dass man ja, weil es – auch aufgrund nichtexistenter Quicksave-Tasten – eben umst&auml;ndlicher ist, nicht nach jedem Sprung speichern w&uuml;rde. Mag zwar sein, dass dem so ist. Dennoch empfinde ich es keineswegs als st&ouml;rend, wenn mir ein wenig Arbeit in dieser Richtung abgenommen wird, denn vor/nach schwierigen Man&ouml;vern d&uuml;rfte sich ein Speichervorgang verstehen und alle leichten Zwischenschritte noch einmal wiederholen zu m&uuml;ssen, ist doch im Grunde blo&szlig; unn&uuml;tze Spielzeitschindung.</p>
<p>Etwas h&uuml;bscher h&auml;tte Elika meines Erachtens aber schon sein k&ouml;nnen (schaut euch mal die urspr&uuml;nglichen Entw&uuml;rfe an, denen kann die aktuelle Version nicht das Wasser reichen)&#8230; ich finde ihr ganzes Design doch ziemlich blass.</p>
<p>Bez&uuml;glich der Grafik bin ich selbst immer noch geteilter Meinung. Ich habe weder gegen Cel-Shading noch gegen Pseudo-Realismus irgendwelche Vorbehalte (okay, vielleicht gegen dieses st&auml;ndige Grau/Braun&#8230; aber das ist ein anderes Thema), aber wenn ich das tats&auml;chliche Spiel mit den noch (bzw. wieder) realistischen Screenshots eines fr&uuml;heren Entwicklungsstadiums vergleiche, so sagen mir die finalen Grafiken doch eher zu. Schaue ich mir hingegen die wirklich nett anzusehenden Concept Artworks an, so kann die Spielgrafik letztendlich nur verlieren. Von der urspr&uuml;nglichen Elika ganz zu schweigen&#8230;</p>
<p>Ein rechter Augenschmaus sind daf&uuml;r die sehr gut gelungenen, fl&uuml;ssigen Animationen – nat&uuml;rlich insbesondere die der Hauptcharaktere. Auch die Umgebungs- und Farbgestaltung sagt mir zu, obwohl hier insgesamt ein bisschen mehr Abwechslung auch nicht verkehrt gewesen w&auml;re. Ohne die &Uuml;bersichtskarte h&auml;tte ich mich wohl jedesmal restlos verlaufen&#8230; Moment, hab ich ja auch.</p>
<p>Etwas zu k&auml;mpfen hatte ich anfangs auch mit der Kampfsteuerung. Diese ist im Gegensatz zum restlichen Spiel eher beh&auml;big, auch kann man nicht springen. Zwar tauchen gl&uuml;cklicherweise nur sehr selten Gegner auf, so dass dieser Aspekt nicht so sehr ins Gewicht f&auml;llt, jedoch muss jeder Bosskampf per Quick-Time-Events und Kn&ouml;pfchenh&auml;mmern entschieden werden&#8230; was auf Dauer doch etwas nervt. Und Kr&auml;mpfe in den Fingern verursacht.</p>
<p>Die Story ist wie &uuml;blich eher eine Ausrede, um mal ordentlich auf <s>die Kacke</s> den Putz hauen zu k&ouml;nnen – lediglich das Ende kann noch mit einem Tick Diversit&auml;t aufwarten, das war&#8217;s dann aber auch schon. Auch die Charaktere sind in ihrer Darstellung leider nicht besonders &uuml;berzeugend. Meines Erachtens h&auml;tte man hier noch eine Menge Potential gehabt. Insbesondere, wenn man sich Entwickleraussagen wie “er ist nicht der typische Held” etc. anh&ouml;rt, denn genau dann scheinen immer irgendwelche 08/15-Hauptcharaktere herauszukommen&#8230;</p>
<p>F&uuml;r Konsolenspiele eher un&uuml;blich gibt es unerfreulicherweise auch ein paar Bugs in der Release-Version. Bei mir hat einmal die &Uuml;bersichtskarte ausgesetzt (das Men&uuml; lie&szlig; sich &uuml;berhaupt nicht mehr aufrufen), kurz darauf fiel auch die Speicherfunktion inklusive Autosave aus. Aufgeh&auml;ngt hat sich das Spiel ebenfalls einmal, wobei das nat&uuml;rlich auch an der DVD oder der Konsole gelegen haben kann. Will ja hier keine falschen Anschuldigungen erheben&#8230;</p>
<p>Alles in allem hat <b>Prince of Persia</b> f&uuml;r mich einige sehr vielversprechende Ans&auml;tze gezeigt, insbesondere hinsichtlich der Optik. Aber auch das Gameplay wei&szlig; zu gefallen, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden w&auml;re es sicherlich noch besser geworden.</p>
<p>Dabei bedient sich das Spiel &uuml;brigens relativ offensichtlich auch bei anderen Titeln. Ich zumindest f&uuml;hlte mich des &ouml;fteren nicht nur an <b>Okami</b>, sondern auch an <b>ICO</b> und <b>Shadow of the Colossus</b> erinnert. Was bei den genannten Spielen selbstverst&auml;ndlich kaum etwas Negatives darstellen kann, da alle in den zitierten Aspekten gl&auml;nzen. Eher weniger passend wirken dagegen einige der Spr&uuml;che des Prinzen, welche im n&auml;chsten <b>Devil may cry</b> wohl doch besser aufgehoben gewesen w&auml;ren.</p>
<p>Was sich Ubisoft dabei gedacht hat, nach dem eigentlichen Ende des Spiels noch einen Epilog als zus&auml;tzlichen Download-Inhalt nachzuschieben, kann ich allerdings nur erahnen. Denn runterladen werde ich ihn mir nicht. &Uuml;ber 10€ f&uuml;r eine zus&auml;tzliche Mission? Ich muss doch sehr bitten. Als ich mir das Spiel zulegte, wollte ich eigentlich das ganze Spiel haben. Auf dem PC wird diese nicht mal angeboten, so dass Computer-Zocker ziemlich in die R&ouml;hre schauen und nun mit einem halben Spiel dasitzen, dessen Ende nur den Konsolenspielern vorbehalten ist (da es sich wieder um eine Trilogie handeln soll und auch der Epilog die Geschichte weiterf&uuml;hrt, d&uuml;rfte dieser Umstand umso frustrierender sein).</p>
<p>Ehrlich gesagt&#8230; so nicht, Ubisoft!</p>
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		<title>Galerians</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 03:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Survival Horror]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&#252;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&#228;hlte (im Nachhinein etwas &#252;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&#252;r mich aus heutiger Sicht im &#220;brigen recht &#252;berraschend ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch daran, wie mir in der f&uuml;nften Klasse jemand von diesem Spiel erz&auml;hlte (im Nachhinein etwas &uuml;berraschend, da es nicht sehr bekannt zu sein scheint). Es klang interessant, also wurde es sich erstmal geholt. Damals kam ich jedoch nicht sehr weit, was f&uuml;r mich aus heutiger Sicht im &Uuml;brigen recht &uuml;berraschend ist – das Spiel ist eigentlich nicht besonders schwierig.</p>
<p>Nachdem ich es also einige Jahre nicht angefasst hatte, &uuml;berkam mich neulich spontan der Drang, es doch noch mal an die PlayStation zu verf&uuml;ttern. Obwohl das Spiel mittlerweile ja nun wirklich nicht mehr besonders neu ist, war ich sofort wieder &#8216;drin&#8217;. Und diesmal kam ich sogar ganz ohne Probleme durch&#8230;</p>
<p>In <a href="http://www.onlinegamesdatenbank.de/index.php?section=title&#038;titleid=2128">Galerians</a> schl&uuml;pft man in die Rolle des Jungen Rion Steiner, der – wie k&ouml;nnte es anders sein – ohne jegliche Erinnerung in einer Forschungseinrichtung aufwacht (war das Amnesie-Setting zur Erkl&auml;rung jeglichen Unwissens auf Seiten des Spielers eigentlich damals schon so abgenudelt?) und zu allem &Uuml;berfluss auch noch Stimmen h&ouml;rt. Immerhin ist es die Stimme eines jungen M&auml;dchens und nicht gruseliger alter Greise&#8230; oder so. Aber nicht nur das, anscheinend wurde an Rion auch noch herum experimentiert und ihm diverse Drogen verabreicht.</p>
<p>Diese sch&auml;digen aber gl&uuml;cklicherweise nicht nur sein Gehirn, sondern verleihen ihm als netter Nebeneffekt auch noch unterschiedliche psychische Kr&auml;fte. W&auml;hrend Pillen und Kapseln sich haupts&auml;chlich auf den Gesundheitszustand des Protagonisten auswirken, k&ouml;nnen durch Injektionen verschiedene Angriffskr&auml;fte genutzt werden, denn – ihr ahnt es sicher schon – man verf&uuml;gt im Spiel &uuml;ber keinerlei Waffen.</p>
<p>Die Steuerung wird dabei &auml;hnlich gehandhabt wie beispielsweise in <b>Silent Hill</b> – sprich: <s>furchtbar</s> man dreht sich mit dem Steuerkreuz und rennt dann, indem man eine Schultertaste dr&uuml;ckt (in Japan scheint es in diesem Genre irgendwie Usus zu sein, dass die Steuerung einen Hauptgruselaspekt ausmacht). Bei anderen Spielen h&auml;lt mich sowas in der Regel gleich v&ouml;llig vom Konsum ab, in diesem Fall habe ich mich allerdings damit arrangiert. Zwar ist es auch nach einer Eingew&ouml;hnungsphase nicht eben praktisch, gl&uuml;cklicherweise sind die K&auml;mpfe aber meistens nicht besonders schwer und das ganze ist generell eher etwas r&auml;tsellastiger.</p>
<p>&Uuml;berhaupt lebt das Spiel mehr von der Story als von der Spielmechanik. Zwar ist <b>Galerians</b> auch nicht besonders lang, so dass eventuelle Gameplay-M&auml;ngel ohnehin weniger auffallen, aber ich k&ouml;nnte mir schon vorstellen, dass die Kombination aus Umherlaufen und nach Gegenst&auml;nden/Hinweisen suchen und Gegner pl&auml;tten auf Dauer repetitiv wirkt. Andererseits haben mir auch &uuml;ber 100 Stunden <b>Final Fantasy</b> nichts ausgemacht – und Rollenspiele hatten noch nie ein besonders faszinierendes/spannendes Spielkonzept&#8230;</p>
<p>Neben dem irgendwie durchaus sympathischen Hauptcharakter besticht das Spiel meines Erachtens vor allem durch seine Atmosph&auml;re. Diese ist zwar nicht so umwerfend und einzigartig wie die der Titel von Team ICO, aber trotzdem immer noch sehr einnehmend (wenngleich eben mehr in einem &#8216;gew&ouml;hnlichen&#8217; Rahmen anstatt der Sph&auml;ren, in denen sich genannte Entwickler bewegen). Obwohl <b>Galerians</b> wohl im Allgemeinen dem Genre des Survival Horror zugeordnet werden d&uuml;rfte, handelt es sich nicht um einen “Gruselschocker” in dem Sinne. Der Horror wird hier eher durch die allgemein beunruhigende Stimmung hervorgerufen als durch adrenalintreibende Schreckmomente; auch wenn diese durchaus vorhanden sind.</p>
<p>Was ich bis jetzt allerdings immer noch nicht ganz verstanden habe, ist lediglich, wozu die Level-Angabe dienen soll&#8230; kann man etwa aufleveln? Und wenn ja, warum passiert das im ganzen Spiel kein einziges Mal bzw. was genau muss man daf&uuml;r &uuml;berhaupt tun und was passiert dann?</p>
<p>Trotz seiner drei CDs ist das Spiel &uuml;brigens ziemlich kurz – wenn ich mich recht entsinne, habe ich f&uuml;r den ersten Durchgang nicht mal zehn Stunden gebraucht. Dies liegt wohl haupts&auml;chlich daran, dass – wie bei den meisten Spielen – nicht der Spielanteil, sondern die vielen Render-Videos den L&ouml;wenanteil der Daten ausmachen. Davon gibt es in Anbetracht der Gesamtl&auml;nge (bzw. -k&uuml;rze) n&auml;mlich &uuml;berraschend viele. Wer also ein notorischer Cutscene-Allergiker ist, wird in Puncto Plot vermutlich nicht auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Praktischerweise werden die angesehenen Filme automatisch gespeichert, so dass man sie sich im Nachhinein beliebig oft ansehen kann. Da einige Szenen nur optional sind und im Verlauf des Spiels nicht zwangsl&auml;ufig gezeigt werden, kann man hier auch sehen, ob einem irgendwas entgangen ist (was bei mir nat&uuml;rlich auch prompt der Fall war). Nur das st&auml;ndige CD-Wechseln st&ouml;rt ein wenig, aber ohne DVDs l&auml;sst sich das wohl kaum vermeiden.</p>
<p>Die Grafik war wohl bereits zum Erscheinungsdatum nicht mehr ganz auf dem neusten Stand, insbesondere auch die der FMVs – das Spiel kam zwar erst 2000 raus, die Videos entsprechen qualitativ aber, wenn &uuml;berhaupt, eher dem Niveau von <b>Final Fantasy VII</b> (1997).</p>
<p>Musikalisch wird das ganze meistens mit eher wenig melodischen Industrial-Kl&auml;ngen untermalt, teilweise gibt es aber auch richtige Instrumentalst&uuml;cke. Auffallend war f&uuml;r mich hierbei, dass diese sich oft von Raum zu Raum unterscheiden.</p>
<p>(Apropos &#8220;Raum zu Raum&#8221;&#8230; erw&auml;hnte ich bereits, dass es bei jedem Raumwechsel einen Ladebildschirm gibt? Und es gibt viiiiiieeele R&auml;ume&#8230;)</p>
<p>Erw&auml;hnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Spiel komplett deutsch synchronisiert wurde – damals noch eine Seltenheit, insbesondere bei Nischentiteln wie diesem (bei letzteren ist es das heutzutage allerdings immer noch). Diese ist dabei meines Erachtens gar nicht mal komplett danebengegangen (hierzulande ja eher eine Seltenheit). Der Sprecher von Rion macht seinen Job zwar nicht immer perfekt, aber immerhin ist seine Stimme passend. Manche Charaktere sind leider etwas fehlbesetzt, trotzdem macht die deutsche Synchronisation auf mich insgesamt auch keinen schlechteren Eindruck als beispielsweise die englische (hier wurde daf&uuml;r Lilia besser besetzt). Auch die Effekte (z.B. ver&auml;nderter Klang bei Laut&shy;sprec&shy;her&shy;durch&shy;sagen etc.) lassen etwas zu w&uuml;nschen &uuml;brig, da gr&ouml;&szlig;tenteils nicht vorhanden. Schade ebenfalls, dass es anscheinend mal wieder nicht m&ouml;glich war, den Namen des Hauptcharakters richtig auszusprechen.</p>
<p>Schwerer wiegt hingegen die – &uuml;brigens in allen europ&auml;ischen Versionen &#8216;enthaltene&#8217; – <a href="http://schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4445">Zensur</a>. Neben dem letzten Teil des Intros, der komplett entfernt wurde, fehlen auch die explodierenden K&ouml;pfe bei den Sterbeanimationen der Gegner nach einer Short-Attacke. Das finde ich sehr schade, insbesondere weil die Opening-Sequenz so einen v&ouml;llig anderen Eindruck hinterl&auml;sst.</p>
<p>Daf&uuml;r wurden wohl in der englischsprachigen Version (also auch in den nicht-zensierten NTSC-Versionen) die Texte etwas &#8216;freier&#8217; &uuml;bersetzt. Da ich diese jedoch nicht vollst&auml;ndig kenne, kann ich nur bedingt beurteilen, ob dadurch irgendwelche sinnentstellenden Passagen entstehen oder wie weit sie sich tats&auml;chlich vom japanischen Original entfernt.</p>
<p>Insgesamt hat mir <b>Galerians</b> auf jeden Fall Spa&szlig; gemacht, ansonsten h&auml;tte ich es – trotz der <s>L&auml;nge</s> K&uuml;rze – vermutlich sowieso nicht durchgespielt. Es mag zwar kein absoluter Blockbuster sein und hat definitiv einige Ecken und Kanten, dennoch konnten mich seine Geschichte und Charaktere sowie die schaurig-sch&ouml;ne, abschreckende Atmosph&auml;re bis zum Schluss fesseln.</p>
<p>Damit w&auml;re dann wohl bewiesen, dass, zumindest f&uuml;r mich, Grafik (oder generell aktuelle Technik) nur einen sehr unerheblichen Teil am Spielspa&szlig; ausmacht – und zwar nicht nur bei Top-Titeln und Klassikern, sondern auch bei nicht ganz so runden Kleinoden wie <b>Galerians</b>.</p>
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		<title>Vertigo</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 15:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist zwar schon etwas her, aber auf der diesj&#228;hrigen GCDC bin ich &#252;ber ein kleines, aber feines Studentenprojekt der Gotland University aus Schweden mit dem Namen Vertigo gestolpert.
Es handelt sich dabei um ein multiplayer-lastiges 2D-Wettrennspiel (ich schreibe jetzt automatisch &#8220;wettrenn&#8221;, damit niemand an irgendwelche fahrenden Unters&#228;tze oder dergleichen denkt), in dem man gegeneinander durch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist zwar schon etwas her, aber auf der diesj&auml;hrigen GCDC bin ich &uuml;ber ein kleines, aber feines Studentenprojekt der Gotland University aus Schweden mit dem Namen <a href="http://game.hgo.se/projects/2d-games/vertigo">Vertigo</a> gestolpert.</p>
<p>Es handelt sich dabei um ein multiplayer-lastiges 2D-Wettrennspiel (ich schreibe jetzt automatisch &#8220;wettrenn&#8221;, damit niemand an irgendwelche fahrenden Unters&auml;tze oder dergleichen denkt), in dem man gegeneinander durch eine Stadt l&auml;uft. Dabei kann man an H&auml;userfassaden raufklettern, &uuml;ber Speed Booster laufen, um tempor&auml;r die Geschwindigkeit zu erh&ouml;hen und weiter zu springen sowie gelegentlich unterschiedliche Wege w&auml;hlen, um zum Ziel zu kommen.</p>
<p>Ich mag ja Spiele, in denen man wie wild durch die Gegend wetzen kann. Dementsprechend hatte ich auch meinen Spa&szlig; mit <b>Vertigo</b>; insbesondere, weil die Steuerung nach ein bis zwei Eingew&ouml;hnungsrunden sehr locker von der Hand geht und so zum <s>entspannten</s> Flitzen einl&auml;dt. Leider gibt es nur zwei unterschiedliche Rennstrecken, so dass sich auch die optische Abwechslung eher in Grenzen h&auml;lt.</p>
<p>Das &#8216;Erklettern&#8217; der Geb&auml;ude verl&auml;uft dabei &auml;hnlich den <b>Megaman</b>-Spielen &#8211; wer sich geschickt anstellt, springt schnell von einer Seite zur anderen und kann so mitunter sehr schnell werden. Grobmotoriker, wie ich es einer bin, fallen im Zweifelsfall mittendrin runter und m&uuml;ssen dann erneut ran. Allerdings ist die Steuerung dabei so angelegt, dass selbst ich den ein oder anderen Gl&uuml;ckstreffer landen und im richtigen Rhythmus aufw&auml;rts springen konnte.</p>
<p>Das ganze ist im Comicstil gehalten und erinnert damit &#8211; nat&uuml;rlich auch aufgrund des Spielprinzips und des Gro&szlig;stadt-Settings &#8211; ein ganz klein wenig an <b>Mirror&#8217;s Edge 2D</b>. &Auml;sthetische Angelegenheiten sind zwar immer Ansichtssache, in sich stimmig ist <b>Vertigo</b> aber auf jeden Fall.</p>
<p>Zwar gibt es auch einen Time Trial Modus, richtig Spa&szlig; macht das ganze aber erst mit mehreren Spielern.</p>
<p>Schade finde ich, dass es anscheinend keine M&ouml;glichkeit gibt, irgendwie an das Spiel ranzukommen. Zwar ist es f&uuml;r X-Box 360, aber irgendwie h&auml;tte man ein gedownloadetes Spiel sicherlich zum Laufen bringen k&ouml;nnen&#8230; oder eben einfach per Marketplace (oder wie hei&szlig;t das Ding noch mal?) verf&uuml;gbar machen. Wenn das Spiel mit ein paar mehr Leveln im Laden st&uuml;nde, w&uuml;rd ich&#8217;s mir vermutlich sogar kaufen &#8211; und das, obwohl es eigentlich nur f&uuml;r Multiplayer-Sessions taugt.</p>
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		<title>Blake White</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 17:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jump & Run]]></category>
		<category><![CDATA[PC]]></category>
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		<description><![CDATA[(Anmerkung: Das besprochene Spiel wurde von einigen Leuten entwickelt, die bis vor kurzem die gleiche Schule besuchten wie ich. Wer bei mir deshalb nun also Voreingenommenheit vermutet, sei hiermit vorgewarnt.)
Wie kommt man auf geniale Ideen? Das frage ich mich h&#228;ufiger, denn bei mir scheint es einfach nicht zu klappen. Aber solange das anderen nicht genauso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Anmerkung: Das besprochene Spiel wurde von einigen Leuten entwickelt, die bis vor kurzem die gleiche Schule besuchten wie ich. Wer bei mir deshalb nun also Voreingenommenheit vermutet, sei hiermit vorgewarnt.)</p>
<p>Wie kommt man auf geniale Ideen? Das frage ich mich h&auml;ufiger, denn bei mir scheint es einfach nicht zu klappen. Aber solange das anderen nicht genauso geht, kann ich mich ja immerhin an den Fr&uuml;chten ihrer Kreativit&auml;t erfreuen.</p>
<p>So wie bei <b>Blake White</b>. Auf den ersten Blick kommt das ganze vielleicht lediglich als der Farben beraubtes Jump &#038; Run daher &#8211; der Clou ist jedoch, dass man die &#8216;Farben&#8217; der Welt und der eigenen Spielfigur ver&auml;ndern und so Einfluss auf die Spielwelt nehmen kann.</p>
<p>Aber worum geht es in <b>Blake White</b>? Vor Spielbeginn wird die titelgebende Hauptfigur in die fiktive &#8211; und nebenbei auch noch reichlich fiese &#8211; Spielkonsole &#8220;Nemesis&#8221; gesogen, um dort erstmal dieser zur Unterhaltung zu dienen anstatt umgekehrt. Dass sich dabei die Darstellung des gesamten Spiels nur auf die Farben Schwarz und Wei&szlig; beschr&auml;nkt, habe ich bereits erw&auml;hnt. Pikantes Detail: Sobald Blake die gleiche &#8216;Farbe&#8217; wie ein Objekt hat, kann er einfach durch es hindurchaufen (oder auch -fallen). Durch Schalter kann (und muss) zus&auml;tzlich die Umgebungsfarbe gewechselt werden, wodurch Gegenst&auml;nde auftauchen und wieder verschwinden (schwarze Objekte sind nur auf wei&szlig;em Hintergrund sichtbar usw.) sowie unterschiedliche Mechanismen ausgel&ouml;st werden.</p>
<p>Das Spiel besteht dabei haupts&auml;chlich aus dem Meistern von Sprungpassagen und dem L&ouml;sen von R&auml;tseln. Hin und wieder hindern einen auch Gegner am Weiterkommen, denen man &#8211; je nach Situation &#8211; entweder durch Geschick oder Gerissenheit versuchen muss, zu entgehen. Denn bei Ber&uuml;hrung muss Blake direkt am letzten Checkpoint erneut starten; Lebenspunkte oder dergleichen gibt es nicht. Die Checkpoints sind dabei allerdings so fair gesetzt, dass eigentlich nie Frust aufkommt.</p>
<p>Nicht unerw&auml;hnt bleiben sollte hier auch noch mal der Humor des Spiels: Wie er&auml;hnt, befindet man sich in Nemesis, die einen kurzerhand zu ihrem Spielzeug erkl&auml;rt hat &#8211; und bekommt dies durchaus auch zu sp&uuml;ren. Mehr sei dazu an dieser Stelle jedoch nicht verraten, sonst geht der Spa&szlig; am eigenen Entdecken wom&ouml;glich noch verloren. Und das w&auml;re in diesem Fall wirklich eine Schande.</p>
<p>Zu meckern habe ich aber nat&uuml;rlich auch noch was: Blake ist nicht ganz fl&uuml;ssig animiert und k&ouml;nnte meines Erachtens etwas graziler sein, auch seine Bewegungen sind mitunter recht schwerf&auml;llig (Zitat eines Entwicklers: &#8220;Es ist kein Action-Spiel.&#8221;).</p>
<p>Besonders bei einer kniffligen Sprungpassage war ich f&uuml;r die optionale Unterst&uuml;tzung des X-Box 360 Controllers &uuml;brigens sehr dankbar; als Nicht-Tastaturakrobat d&uuml;rfte ich mit der Standard-Steuerung wohl so meine Probleme gehabt haben. Ansonsten ist das Spiel relativ kurz und m&uuml;sste wohl in einer halben bis einer Stunde durchzuspielen sein.</p>
<p>Mehr Worte m&ouml;chte ich zu <b>Blake White</b> an dieser Stelle nun aber nicht mehr verlieren. Also: <a href="http://www.4players.de/4players.php/download_info/Downloads/Download/49568.html">Los, spielen!</a></p>
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		<title>The Baron</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 13:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Adventure]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Tagen &#252;berlege ich nun schon, wie ich meinen n&#228;chsten Artikel – diesen Artikel – anfangen soll. Und komm einfach nicht weiter. Schon l&#228;nger m&#246;chte ich etwas &#252;ber dieses, nennen wir es “brisante”, Spiel schreiben. Aber wenn man schon was schreibt, soll es ja auch gut sein, oder? Man m&#246;chte ja niemanden vorzeitig verschrecken.
Wie also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Tagen &uuml;berlege ich nun schon, wie ich meinen n&auml;chsten Artikel – diesen Artikel – anfangen soll. Und komm einfach nicht weiter. Schon l&auml;nger m&ouml;chte ich etwas &uuml;ber dieses, nennen wir es “brisante”, Spiel schreiben. Aber wenn man schon was schreibt, soll es ja auch gut sein, oder? Man m&ouml;chte ja niemanden vorzeitig verschrecken.</p>
<p>Wie also anfangen, wenn man im Begriff ist, den m&ouml;glichst perfekten Artikel zu schreiben? In meinem Fall meistens gar nicht. Deshalb m&uuml;sst ihr euch jetzt auch mit diesem unperfekten Geschreibsel zufrieden geben.</p>
<p>Um also das – vielleicht – auff&auml;lligste Merkmal zuerst zu nennen: <b>The Baron</b> ist ein Text-Adventure (na, wer denkt jetzt an die alten Infocom-Games?). Da es mein erstes Spiel dieser Art war, kann ich nicht sagen, inwiefern es ‘typisch’ f&uuml;r das Genre ist oder nicht. Aber eigentlich geht es darum ja auch nicht.</p>
<p>Das Problem stellt sich vielmehr genau jetzt – denn zum Inhalt sollte man eigentlich so wenig wie m&ouml;glich, am besten gar nichts, verraten. Warum? Nun&#8230; selbst das w&auml;re wohl schon ein Spoiler. Nur so viel: man sollte nicht unbedingt moralpr&uuml;de sein.</p>
<p><b>The Baron</b> unterscheidet sich insofern von den meisten mir bekannten Spielen, als dass die Herangehensweise generell anders ist. Besonders schwierig ist es nicht, aber die Herausforderung scheint mir in diesem Fall auch nicht der richtige Antrieb zum Spielen zu sein. Es geht viel mehr darum, etwas &uuml;ber sich selbst herauszufinden. Oder dies zumindest zu versuchen. Denn das Spiel gibt zwar wenig Antworten, stellt daf&uuml;r aber umso mehr Fragen. Und diese sind auch noch interessant.</p>
<p>Ich k&ouml;nnte mich fast dazu hinrei&szlig;en lassen, zu behaupten, es seien Fragen, mit denen sich bestimmt jeder schon mal auf die ein oder andere Weise besch&auml;ftigt hat – aber das kann ich ja gar nicht wissen. Also schreibe ich einfach nur: Es sind Fragen, die <i>ich</i> mir schon des &ouml;fteren gestellt habe.</p>
<p>Aber selbst, wenn nicht – sich Fragen zu stellen, die man sich vorher nicht gestellt hat, d&uuml;rfte mindestens genauso viel wert sein.</p>
<p>Die meiste Zeit verbringt ihr in diesem St&uuml;ck Software also nicht damit, irgendwelche R&auml;tsel zu l&ouml;sen, sondern mit dem F&uuml;hren unterschiedlichster Dia- und Monologe und dem Treffen ethischer Entscheidungen. Die eigene Handlungsweise wird dabei zwar reflektiert und spiegelt sich auch in sp&auml;teren Abschnitten wider, einen Idealweg gibt es jedoch letztendlich nicht und die Entscheidung, wie alles ausgeht, bleibt vollkommen dem Spieler &uuml;berlassen. Ohne Bewertung, ohne Urteil.</p>
<p>Wie gesagt, eindeutige Antworten bietet <b>The Baron</b> nicht. Allerdings ist es grade dieser Umstand, der es umso faszinierender macht. Denn Medien – egal, welcher Art – die einen vor ein ethisches Problem stellen, nur, um am Ende moralisch den erhobenen Zeigefinger zu schwingen, mag ich sowieso nicht besonders. Eine einheitliche Richtigkeit gibt es ohnehin nicht. Selbst nachdenken hei&szlig;t die Antwort! Und ist zudem viel unterhaltsamer.</p>
<p>Lang ist das Spiel an sich zwar auch nicht (ich habe das Spiel jedes Mal in einem Rutsch gespielt), aufgrund der vielen verschiedenen Handlungsm&ouml;glichkeiten lohnen sich ein zweiter und dritter Durchlauf aber auf jeden Fall.</p>
<p>Was genau ist denn aber nun eigentlich so toll an <b>The Baron</b>? Nun, schwer zu sagen. Vielleicht ist es das: Wenn man es zul&auml;sst, verr&auml;t einem das Spiel ein klitzeklein wenig &uuml;ber einen selbst. Und man bekommt die Chance, gewisse Dinge mal aus einer anderen perspektive zu betrachten, solange man sich nur darauf einl&auml;sst.</p>
<p>Ich zumindest h&auml;tte auch nichts gegen mehr Spiele dieser Art.</p>
<p>Vom Genre des Text-Adventures an sich konnte mich <b>The Baron</b> jedenfalls vollkommen &uuml;berzeugen. Wer braucht schon DirectX 10, wenn er Text haben kann?</p>
<p>Das Spiel ist &uuml;brigens umsonst und kann unter anderem <a href="http://lilith.gotdns.org/~victor">hier</a> runtergeladen werden. Zus&auml;tzlich wird neben der eigentlichen Spieldatei auch noch ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Z-machine">Z-Code Interpreter</a> ben&ouml;tigt, den man sich ebenfalls kostenlos f&uuml;r Windows, Linux, Mac OS und andere Systeme herunterladen kann.</p>
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		<title>Shadow of the Colossus</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 19:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yuri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Konsole]]></category>
		<category><![CDATA[PS2]]></category>
		<category><![CDATA[Singleplayer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie beschreibt man ein Spiel, zu dem man ein solch gespaltenes Verh&#228;ltnis hat wie ich zu Shadow of the Colossus? Eine schwierige Frage, die ich mir gerade stelle. Beginne ich doch lieber mit der grandiosen Atmosph&#228;re, der stimmigen Musik und den beeindruckenden Kolossen oder meckere ich &#252;ber die teils fummelige Steuerung und unvorteilhafte Kamera?
Fangen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie beschreibt man ein Spiel, zu dem man ein solch gespaltenes Verh&auml;ltnis hat wie ich zu <a href="http://onlinegamesdatenbank.de/index.php?section=title&#038;titleid=7399">Shadow of the Colossus</a>? Eine schwierige Frage, die ich mir gerade stelle. Beginne ich doch lieber mit der grandiosen Atmosph&auml;re, der stimmigen Musik und den beeindruckenden Kolossen oder meckere ich &uuml;ber die teils fummelige Steuerung und unvorteilhafte Kamera?</p>
<p>Fangen wir am besten ganz am Anfang an. In dem vielleicht etwas zu langen, aber atmosph&auml;risch sehr dichten Intro mache ich Bekanntschaft mit meinem Helden, der das Verbotene Land betritt, um dort die Rettung seiner toten Freundin bei den G&ouml;ttern zu erbitten, und seinem Pferd Agro. Sein Wunsch wird tats&auml;chlich erh&ouml;rt &ndash; allerdings unter der Bedingung, dass er zuvor sechzehn &uuml;ber das Land verteilte Kolosse aufsucht und vernichtet.</p>
<p>Kurz darauf befinde ich mich bereits auf der Suche nach dem ersten Koloss. Mein Schwert weist mir dabei durch sein Leuchten den richtigen Weg, ich kann allerdings auch nach Gutd&uuml;nken die verlassene Landschaft erkunden, um die atemberaubende Kulisse meines Abenteuers zu bestaunen.</p>
<p>Die einsame, aber doch gleichzeitig grandiose und verzaubernde Atmosph&auml;re, die neben den wundersch&ouml;nen Wasserf&auml;llen, nebligen W&auml;ldern und tiefen Schluchten vor allem auch durch die Verlassenheit des riesigen Landes, in dem au&szlig;er ein paar Eidechsen und V&ouml;geln kaum etwas zu hausen scheint, besticht durch ihren ganz eigenen, besonderen Charme. So bizarr diese Welt durch das Fehlen (fast) jeglichen Lebens vielleicht wirken mag, so unglaublich sch&ouml;n und melancholisch ist sie doch.</p>
<p>Zu keiner Zeit vermisse ich zwischendurch K&auml;mpfe mit kleineren Gegnern neben den Gefechten mit den Kolossen. Im Gegenteil: Die Abgeschiedenheit, die diese einzigartige Stimmung verbreitet, l&auml;sst mich erst richtig tief in diese besondere Welt eintauchen.</p>
<p>All die Ruhe und Sanftheit, die dieses Land und seine wenigen Bewohner verstr&ouml;men, wird einzig und allein durch die berauschenden K&auml;mpfe mit den Kolossen unterbrochen. Jeder von ihnen ist anders, einzigartig. Jeder von ihnen muss auf eine andere Art und Weise besiegt werden. Allen gemein ist, dass sie nur an ihren Schwachstellen &ndash; gl&uuml;henden Zeichen an ihnen K&ouml;rpern &ndash; verwundbar sind.</p>
<p>Bevor man diese jedoch mit Schwert oder Bogen ins Visier nehmen kann, gilt es, herauszufinden, wo sie sind und wie man &uuml;berhaupt an sie herankommt. Schlie&szlig;lich machen die Kolosse ihrem Namen alle Ehre und sind zum Teil gigantisch gro&szlig;. Viele m&uuml;ssen erklommen werden, um &uuml;berhaupt in Sichtweite des Mals zu gelangen.</p>
<p>So sch&ouml;n und famos inszeniert diese K&auml;mpfe mit den Kolossen auch sind, offenbaren sie dennoch einige der (gr&ouml;&szlig;tenteils technischen) M&auml;ngel des Spiels. Sowohl die manchmal etwas ungenaue Steuerung als auch die Kamera, die sich des &ouml;fteren partout nicht derer Bildabschnitte, die ich gerne im Blickfeld h&auml;tte, annehmen will, haben meinen Spielspa&szlig; in einigen Momenten geschm&auml;lert und zu so manchem Frustmoment gef&uuml;hrt.</p>
<p><b>Shadow of the Colossus</b> war f&uuml;r mich wahrlich ein Wechselbad der Gef&uuml;hle. Der Moment, in dem ich auf einer D&uuml;ne stehe und gebannt einen am Himmel auftauchenden Koloss bestaune. Dieser erhabene, unglaublich sch&ouml;ne Koloss; die zarte, von Tragik erf&uuml;llte Geigenmelodie, die sein Erscheinen untermalt; die Aussicht, dieses wundersame, majest&auml;tische Gesch&ouml;pf in den n&auml;chsten Minuten t&ouml;ten zu m&uuml;ssen. Das Gef&uuml;hl, das einen in diesem Augenblick durchstr&ouml;mt, ist eigentlich unbeschreiblich.</p>
<p>Sobald ich jedoch mitten im Kampfget&uuml;mmel pl&ouml;tzlich nichts mehr sehen kann, weil alles voller Sand ist, mein Pferd sich meinen verzweifelten Versuchen, es in die gew&uuml;nschte Richtung zu steuern, vehement widersetzt und ich trotz zig Anl&auml;ufen nicht auf den Koloss komme, ist dieser Moment der Verzauberung fast vergessen. Mitleid mit dem Koloss? Vergiss es! Sterben soll er.</p>
<p>Besonders schade finde ich in diesem Zusammenhang, dass die Schwierigkeit der Wegfindung zu der Kolosse Schwachstellen dadurch enorm erh&ouml;ht wird. Wie oft habe ich einen mir logisch erscheinenden L&ouml;sungsweg einige Male vergeblich probiert, um dann &ndash; nach dem Probieren aller m&ouml;glichen Alternativen und letztendlich unzufriedenem Konsultieren der L&ouml;sung &ndash; festzustellen, dass meine erste Idee doch richtig war, ich es nur offensichtlich nicht oft genug probiert hatte.</p>
<p>Dies alles zusammengenommen macht es durchaus problematisch, eine einheitliche Meinung zu diesem Werk abzugeben. Kein Spiel hat bei mir zuvor auf diese Art Gef&uuml;hlsregungen hervorgerufen &ndash; im positiven wie im negativen. Ich <i>wollte</i> es m&ouml;gen, ich wollte es unbedingt weiterspielen. W&auml;re da nicht dieses gewisse Etwas &ndash; das Spiel w&auml;re nach einigen frustrierenden Momenten in der Ecke gelandet. Aber das ist es nicht. Im Gegenteil. Ich wollte es sogar kurzzeitig aufgeben &ndash; aber ich konnte nicht. Da war etwas, das mich nicht loslie&szlig;. Das mich das Spiel nicht ungespielt im Schrank verschwinden lassen konnte.</p>
<p>Dieser Zauber ist es, der mir heute als erstes ins Ged&auml;chtnis kommt, wenn ich an <b>Shadow of the Colossus</b> denke. Erst an zweiter Stelle gesellen sich die technischen Ungereimtheiten dazu. Verkl&auml;rende Erinnerung? Vielleicht. Dennoch ist es bisher das einzige Spiel, welches ich mehr als einmal durchgespielt habe.</p>
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